Ute Rüppel  &  Holger Saarmann



Gilt dieses geflügelte Wort, das Goethe nicht ohne Ironie aus Auerbachs Keller ertönen lässt, noch heute, in post-ideologischen Zeiten?

Oder gerade heute wieder?

Die Nürnberger Sängerin Ute Rüppel (Gesang & Akkordeon) und Holger Saarmann haben ausgiebig darüber gestritten, welche politischen Lieder aus vier Jahrhunderten wohl heute noch auf einer Bühne zu überzeugen vermögen, und wenn ja, wen – und wovon? Sind soziale Mißstände so einfach zu beseitigen wie es Metrum und Reim der Parolen vermitteln?

Sei es Revolution, Arbeiterbewegung oder Ghetto-Aufstand, Partisanen- oder Arbeitslager, Oper oder Kabarett: Abseits vom Pathos der Barrikaden versammelt dieser Abend rebellische, anklagende und satirische Lieder, die gerade auch durch ihre historische Distanz ermutigen können, die sozialen Tücken der Gegenwart nicht widerstandslos zu erdulden.



„ ... Und wer nicht die Kunst in unserer Zeit

Weiß gegen die Zeit zu richten,

Der werde nun endlich bei Zeiten gescheit

Und lasse lieber das Dichten!

Hoffmann von Fallersleben, 1842









Mit einer gelungenen Mischung aus abwechslungsreichen Zitaten, emphatischen Reden, eingestreuten Dialogen und auf musikalisch hohem Niveau, ließen Rüppel und Saarmann die musikalische Widerstandskultur verschiedener Epochen Revue passieren und setzten damit ein Zeichen gegen den Trend der sich ausbreitenden Passivität in unserer Gesellschaft.

Aichacher Zeitung






Home   Holger Who?   Live   News   Programme   Songs   Shop   Presse   Links   Flohmarkt   Kontakt