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„Das Ende der Welt wird sehr einseitig gerne nur als Bedrohung gesehen“, findet Holger Saarmann. Der singende Geschichtenerzähler ist zurück mit neuen Gitarrenchansons:
Makabres, ja, Postapokalyptisches mischt sich in seine poetische
Farbpalette. Aber da sich seine Pinselstriche weiterhin
liebevoll den kleinen Straßen, den Menschen und Erlebnissen der Hinterwelt widmen, sieht man ihm gern geschmackliche Streitbarkeiten
nach. Und erhofft sich – nicht ganz unvergeblich – Antworten auf
drängende
Fragen:
Wie kann es sein, daß einer lebt, nachdem man ihn ersticht? Lohnt sich das
Warten auf das Wiederauftauchen des sagenhaft-versunkenen Dorfes
Germelshausen? Oder glauben wir lieber den Chemtrail- und
Flach-Erde-Predigern unserer Zeit? Folgt dem ewigen ersten Oktober dieses
Jahr einfach der Winter – und nichts dahinter? Seit wann gibt es Wasser
auf dem Mars? Erleben wir noch, wie Beteigeuze zur Supernova
auflodert?
Saarmann jedenfalls findet Weltuntergänge einfach zum Sterben schön.
Sofern sich dazu schunkeln lässt. Was natürlich reine Koketterie ist, wenn man die Notausgänge kennt.
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