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Berlin, 20. November 2017


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

es gibt einiges zu berichten.

Alles, was mein neues Lieder-Album "Gestern ist auch noch ein Tag" braucht, ist nun endlich im Presswerk. Mit etwas Glück wird es bis zum nächsten "Geschmacksverstärker" am 6. Dezember vorliegen. 
Es war höchste Zeit: Seit Mitte Januar haben wir daran gearbeitet, im Februar bereits standen Repertoire und Reihenfolge fest. Die letzten Töne (nämlich die einer Posaune) wurden Mitte Oktober hinzugefügt. 
Andreas Albrecht hat in diesem Jahr mindestens fünf weitere CDs aufgenommen, bzw. herausgebracht, darunter zwei eigene. Ich bin dankbar, daß ich mir keine Deadline gesetzt habe, aber der Vorteil einer raschen Produktion ist, daß sie einem keine Zeit lässt, sich seine Lieder leid zu hören.

Nebenan seht Ihr das Albumcover, also seine Vorderansicht. Darin steckt ein 16-seitiges Booklet mit allen Texten sowie Fotos der meisten beteiligten Musiker. Die Verpackung ist ein plastikfreies "Digisleeve" (ähnlich wie bei meiner "Friseuse", nur daß diesmal CD und Booklet besser geschützt sind).
Einen 17-minütigen Audio-Trailer des Albums habe ich Euch zusammengestellt. Ihr hört: Es ist wieder quasi eine Band-CD geworden. Ich weiß, manche mögen das nicht, hören meine Lieder lieber so, wie ich sie in Solokonzerten spiele. Allerdings habe ich beim Schreiben und Komponieren fast immer an mindestens einen weiteren Mitspieler gedacht, allein schon, weil seit Oktober 2014 fast alle neuen Lieder angeregt wurden durch unsere "Geschmacksverstärker", wo ich mit Cajon- oder Klavierbegleitung meines Compagnons rechnen konnte. Und wenn am Lagerfeuer Lieder wie von selbst die Musikerfreunde dazu einladen, spontan mit Akkordeon und Cello einzustimmen, sollte man das, finde ich, bei einer CD-Produktion nicht vergessen. Außerdem kursieren manche Lieder schon seit Jahren als pure Demoversionen im Internet; auf CD wollte ich mir einfach mal wieder etwas mehr leisten. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Das Album ist vorerst ausschließlich bei mir, also bei Auftritten oder per (formlosem) Mail-Order erhätlich. Wenn ich 500 Stück los bin, gibt's eine Zweitauflage, die dann auch über den Großhandel erhältlich sein wird. Die CD erscheint auf Andreas Albrechts Label "Silberblick-Musik", ein Vertrieb wäre somit vorhanden.

Wenn die CD vorliegt, erzähle ich an dieser Stelle ein wenig über die beteiligten Musiker. Ein Teil der Aufnahmesessions ist weiter unten bereits dokumentiert.



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Habe ich nun die letzten elf Monate nur mit der Produktion meines nächsten Albums zugebracht?
Natürlich nicht! Mal davon abgesehen, daß ich diverse neue Lieder – quasi schon für mein übernächstes Album – schreiben musste, durfte ich mich auch wieder mit dem Nachlass meines Freundes, Mentors und Lehrers Christof Stählin beschäftigen. Und nachdem ich schon 2016 seine auf CDs gebrannten Konzertmitschnitte aus zehn Jahren auf Festplatte sichern und seine Probenmitschnitte der 80er von Kassetten digitalisieren durfte (natürlich nicht ohne alles sorgfältig auszuwerten), habe ich mich Mitte Oktober ans Eingemachte gewagt: 
Mit Unterstützung von Anselm Stählin und dem pensionierten Tontechniker Helmut König habe ich insgesamt fast 50 Tonbänder aus den 80ern überspielt.
Und wenn ich Tonbänder sage, dann meine ich Spulentonbänder von bis zu 30cm Durchmesser, die nur auf einen Spulenkern gewickelt sind. (Die bekannteren Flansch-Spulentypen sind  – zumindest nach deutschem Standard – Kennzeichen für Amateur-Bänder.)
Groß, aber letztlich unbegründet war meine Sorge, daß diese Bänder wegen ungünstiger Lagerung beim Abspielen zerfallen könnten. Auch Bandsalat gab es nur in zwei Fällen und ohne meine Schuld. Doch ich möchte etwas weiter ausholen, denn die Zeit mit Helmut König war äußerst lehrreich, gewissermaßen eine Fortbildung. Nicht nur in technischer Hinsicht (ich weiß jetzt, wie man diese riesigen Profi-Bandmaschinen bedient!), sondern auch liedermacher-geschichtlich.

Helmut König ist heute 87. In seinen 30ern lebte er mit seiner Frau Helga fünf Jahre als Uni- und College-Dozent für deutsche Sprache in Kalkutta, bzw. als Resident Administrator in Rourkela, wo er u.a. mit Tonfilm- und Tonbandtechnik in Berührung kam. Als man 1966 in die BRD zurückkehrte, erblühte gerade die deutsche Liedermacher-Szene, etwa beim Waldeck-Chansonfestival im Hunsrück. Helmut war selber Liederdichter, war jugendbündisch unterwegs – daher sein Kurzname helm – und heuerte als Tontechniker bei der Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck (ABW) an. Viele der Festival-Konzerte konnte er auf Band dokumentieren (Grundstock der 2008 erschienenen 10-CD-Box). Darüber hinaus waren seine Frau Helga und er so befeuert von der jungen Liedermacher-Szene, daß man sich zur Förderung der jungen Talente gemeinsam mit dem (damals noch jugendbündisch orientierten) Voggenreiter-Verlag zur Gründung eines Schallplattenlabels entschloss: xenophon. Zu den Künstlern, denen die Königs zu ihren allerersten Schallplattenaufnahmen verhalfen, gehörten Reinhard Mey, Hannes Wader, Schobert & Black, Walter Hedemann und Christof Stählin. 
Beide Königs arbeiteten aber mittlerweile hauptberuflich als Lehrer, und so fanden die Aufnahme-Sessions für xenophon während der Ferienzeit in verwaisten Klassenräumen statt. 
Wer in Antiquariat oder Flohmarktkiste den LP-Sampler "makaber macht lustig – Songs aus dem schrägen Turm" (1967) oder gar die beiden ersten EP-Singles von Reinhard Mey findet, greife beherzt zu!
Wegen unterschiedlicher Geschäftsmentalitäten überließen die Königs das xenophon-Label 1968 ganz dem Voggenreiter-Verlag (der es schon bald an das Major-Label Intercord weiterverkaufte) und erwarben das jugendbündische Hamburger Independent-Label THOROFON (das im Laufe der Jahre ein zunehmend klassisches Profil entwickelte). Hier veröffentlichte Christof Stählin 1968 und 72 zwei kleine Scheiben, nahm 1973 das Angebot von Intercord-xenophon an, seine LP "Privatlieder" aufzunehmen, gründete aber aus Unzufriedenheit mit der Vermarktung 1975 selber den "Nomen+Omen"-Verlag, zugleich Label, auf dem er fortan bis zu seinem Tod 2015 seine eigenen LPs und CDs herausbrachte.

Als ich 2016 Gisela Möller-Pantleon von der ABW von Christofs Nachlass und meinen Überlegungen erzählte, wo man wohl seine alten Tonbänder unter fachkundiger Anleitung sichten und überspielen könne, war sie es, die mir Helmut König ans Herz legte, den Mann, der in den 90ern die Waldeck-Bänder überspielt hatte. Und der reagierte auf mein Anschreiben ungemein freundlich: Für Christof wolle er gern tun, was er tun könne. 
Meine Idee, mich von einem Tonmeister technisch einweisen zu lassen, die Überspielungen auf Computer-Festplatte dann weitgehend selber vorzunehmen, bei Fragen oder Problemen einen Ansprechpartner zu haben, das ganze über einen schwer abschätzbaren Zeitraum, der wohl mehrere Übernachtungen nötig machen würde – diese Idee war eigentlich völlig irrwitzig. Wo sollte sich – abseits von Profit-Interessen und minimalem Budget – jemals so eine Gelegenheit auftun? Und doch geschah genau das bei Helga und Helmut König im wedemärkischen Bissendorf-Wietze, mit weiterer technischer Unterstützung von Christian König, ihrem Sohn.
Die frisch gegründete Christof Stählin-Gesellschaft wird ihnen auf ewig dankbar sein, denn nun haben wir – in digitaler Form – genügend Material für die nächsten 20 Veröffentlichungen aus Christofs Nachlass beisammen: Etwa für eine Tierlieder-Compilation (anstelle einer "Best of"), Extended Versions von "Schneeluft im Treibhaus (Preußen)" und "Mag denn keiner die Bundesrepublik", oder die um 1980/81 von Christof selber geplante (und verworfene) Veröffentlichung eines Doppelalbums mit zauberhaften Sprechstücken, genannt "Mundstücke", ...
Für Spezialisten gibt es mehrere Versionen der Johann Christian Günther-Lieder, eine komplette Alternativ-Aufnahme des Albums "Feuer, Wasser, Luft und Erde" und zudem zahlreiche Outtakes. Eines Tages, wenn der gegenwärtige Zeitgeist einem freundlicheren gewichen sein mag, wird dies alles neu entdeckt werden, und eine breite Kennerschaft wird den Namen Christof Stählin mit Leonard Cohen in einem Atemzug führen.

Mit Helmut "helm" König lernte ich eine (zumindest persönlich und aus der Gegenwart) mir bis dato unbekannte Art des Liederdichters kennen: Er sang seine Werke nie auf Tonträgern, sondern veröffentlichte sie als Noten (wie etwa in der von ihm mitherausgegebenen Liederheft-Reihe "Der Turm"). Helga ist dabei, sie per Computerprogramm für eine Buch-Gesamtausgabe neu zu notieren.
So ein Notenbuch plant die Stählin-Gesellschaft im Übrigen auch für Christofs Lieder.



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Zu guter Letzt sei noch an die letzten drei "Geschmacksverstärker"-Ausgaben im Zebrano erinnert – und zwar wieder in Form der Foto-Collage, die unser Rundum-Betreuer Peter Frank jedesmal aus den Bildern, die er vom Mischpult aus schießt, liebevoll für die kurzlebige facebook-Welt zusammenstellt. In umgekehrter Chronologie, der Natur einer solchen News-Seite entsprechend. (Warum kann man Textdateien und Webseiten eigentlich nicht so voreinstellen, daß einem beim Öffnen/ Aufrufen das Unterste als erstes angezeigt wird?)
Los geht's mit November:






So wird sie aussehen, meine neue CD "Gestern ist auch noch ein Tag".
Und genauso wird sie auch klingen. 

Naja, ungefähr. Hört selbst:










Im Regieraum von Helmut "helm" Königs Tonstudio Wedemark:
Mit dieser Bandmaschine habe ich ca. 30 Stunden Christof Stählin-Tonbänder überspielt.



Die ersten Vinyl-Veröffentlichungen von/ mit Christof Stählin, aufgenommen von Helmut König:



Womöglich der erste deutsche Liedermacher-Sampler überhaupt:
"makaber macht lustig" (xenophon, 1967; dies ist eine spätere Neuauflage von Intercord), 
benannt nach Stählins hier exklusiv veröffentlichtem Lied.
Zwei weitere enthaltene Aufnahmen von ihm sind Graßhoff- bzw. Villon-Vertonungen.
(Was noch so drauf ist? Folge diesem Link!)




Stählins "Solo"-Debut (THOROFON, Ende 1968), 
vier eigene Songs, leider mit ziemlich unsensibler Band-Begleitung.
"Müßiggänger" ist der einzige Song, der es fünf Jahre später aufs Debutalbum 
"Privatlieder"
(xenophon Intercord, 1973) schaffte.

Der Rest existiert zum Glück auch in (unveröffentlichten) Live-Aufnahmen.



1. November 2017:  Geschmacksverstärker im Zebrano

mit Misha G. Schöneberg (Literatur) und Jan Gaensslen (Lieder)


Wirklich spannende Gäste mit einem spannenden Motto: "So kommt das Licht herein".
Misha Schöneberg war in den 80ern u.a. für Management und Lichtdesign der Ton Steine Scherben zuständig, textete für sie (z.B. "Sternschnuppen" und für Rio Reiser "Zauberland"), veröffentlichte selber vor 30 Jahren ein Liedermacher-Album, brachte Dutzende Cohen-Songs in singbares Deutsch (teils veröffentlicht auf der Sony-Compilation "Poem - Leonard Cohen in deutscher Sprache") und verarbeitete zuletzt seine Pilger-Erlebnisse mit 200 thai-buddhistischen Mönchen zu dem äußerst lesenswerten Reise-Buchreport "Siddharta Highway".
Jan Gaensslen ist (unter dem Namen Shingen) praktizierender Zen-Buddhist, der mehrere Jahre – zufällig gemeinsam mit Leonard Cohen – im kalifornischen Kloster Mount Baldy lebte. Im wahren (?) Leben ein bezaubernder Pianist und Liedermacher aus der Stählin-Schule, den man auf den CD-Aufnahmen meiner Lieder "Treppen" und "Schon mal" Klavier spielen hört (letzteres erklang hier in seiner Live-Uraufführung), mit dem ich zuweilen sogar gemeinsam ein Lied schreibe, welches dann mal von Jan, mal von mir gesungen wird. In den frühen 90ern war er mit Jörg Sieper Teil des Duos Die zwei verrückten Stühle, aber nach Mt. Baldy zog es ihn nur noch selten auf die Konzertbühne. Umso kostbarer war uns sein Gastauftritt!

Mir gelang für die Show die Fertigstellung meines seit einem Jahr geplanten Halloween-Liedes "Fürchte dich nicht".
Und wer nun glaubt, daß wir mindestens zwei Coversongs von Cohen aufführten, irrt gewaltig: Nicht einen! Jans Wahl fiel auf die Billy Joel-Ballade "Just the Way you are", Andreas' und meine auf "The Flesh Failures (Let the Sunshin in)", das Schlusslied aus dem Musical "Hair".


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4. Oktober 2017:  Geschmacksverstärker im Zebrano

mit Chriska Wagner (Literatur) und Siggi Stern (Lieder)


Beide Gäste dieser Ausgabe gehören zu meinem Freundeskreis der 90er Jahre und nahmen weite Anfahrtswege auf sich: Chriska aus Nürnberg, Siggi aus Hildesheim.
Beide lebten mit, bzw. nach mir im selben Bamberger Haus und wirkten mit mir in denselben Theaterensembles mit. Schön, daß sie kamen – und daß Andreas diesen Familienklüngel mitgemacht hat! Es hätte so manche Chance gegeben, die Show ins Nostalgische abkippen zu lassen, aber das haben wir klug vermieden, indem das Motto eben nicht "Sandstraße" lautete, sondern "Wurstkatastrophe in der Sauna". 
Was alberner klingt als es ist, denn "Wurstkatastrophe" ist eine (okay: scherzhafte) Bezeichnung für ein mathematisches Problem (schlag nach bei wikipedia). Und Sauna als assoziative Metapher für ein finnisches Lebensgefühl, welchem Siggi in sinnlichen Liedern und Ansagen frönte.
Chriska blieb dem Theater treu und schrieb (und spielte) in den letzten Jahren Theaterstücke über wissenschaftlichen Persönlichkeiten (Sight Specific Theater), etwa Johannes Keppler und Albert Einstein. Erstmals las sie ihre zauberhaften, verspielt-eigenwilligen, aber leider noch unveröffentlichten Prosa-Texte vor Publikum.
Siggi sang schon erfolgreich seine Lieder, als ich selber noch gar nicht ernsthaft erwog, eigene zu schreiben – es gab ja genug altüberlieferte. "Herzbesetzer"-Szene trifft es ganz gut: Jahre bevor Sofa- und Wohnzimmerkonzerte trendy wurden, erfand er die Eventform "Küchenkonzert" und ging mit dieser Idee auf ausgedehnte Tourneen. Leider war meine Berliner Küche stets zu klein, um ihn nebst Publikum (!) einzuladen, während ich dagegen häufiger in seinen diversen Hildesheimer Kleinkunst-Reihen zu Gast sein durfte.
Siggi war es auch, der mich dazu ermunterte, mein "Abenteuer"-Lied als Motto-kompatibel zu sehen und aufzuführen. Es kam überraschend gut an. Vielleicht doch ein Kandidat für das übernächste Album?
Coversong von Andreas und mir war "Some like it hot" von Power Station. Siggi wählte "Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei" von Stephan Remmler.

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6. September 2017:  Geschmacksverstärker im Zebrano

mit Robert Rescue (Literatur) und Veras Kabinett (Lieder)

Vera Mohrs (besser bekannt als Veras Kabinett) hatte uns unser März-Liedergast Tim Köhler empfohlen. Sie und Lesebühnen-Star Robert Rescue wählten für diese Ausgabe das Motto "Gehen, wenn's am schönsten ist". Dazu fiel mir das Fragment meines vor Jahren begonnenen Gedichtes ein: "Ewiger erster Oktober", das vom Festklammern am Spätsommer erzählt. Es passte genau auf die Melodie eines verworfenen Liedes zum April-Motto "Ach, du liebe Zeit", womit sich zeigt, wie wundersam verwoben unsere "Geschmacksverstärker" auch untereinander sind. Bei der Coversong-Suche kam uns – nicht zum ersten Mal – David Wonschewski zuhilfe: Die Wahl fiel auf "I'll follow the Sun" von den Beatles, von Robert in der Vorab-Übersetzung hinreißend ins Social Media-Zeitalter transferiert. Vera coverte "Wuthering Hights" von Kate Bush, begleitete ziemlich spontan am Klavier meinen Extra-Coversong "Herbstlied (Feinslieb, du lachst dazu)" von Wenzel und überredete uns, bei ihrem bitterbösen Lied über den "Kükenhimmel", nicht nur mitzutirilieren, sondern auch entsprechende Masken zu tragen. (Nur, falls sich wer über die Bilder oben wundert!)

Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



 

Berlin, 17. August 2017


L
iebe Kenner der Kleinen Künste,

mitten aus dem Sommerloch hier ein verspäteter Gruß aus der Liederwerkstatt Hohenbüssow:



Die Liedermacher auf dem Bild: 
Andreas Zimmer, Merle Weißbach,
Masha Potempa, Bastian Wadenpohl, Holger Saarmann, Torsten Torsten, Melvin Haack, Johanna Moll, Axel Stiller, Bernard P. Bielmann,
dazwischen (auf der Treppe) unsere Gastgeber des proVie-Theaters: Leo Kraus mit Susann und Bennet (unterm "Vie").
Leider nicht im Bild: Unsere zauberhaften Köchinnen Lydia Kloy und Ottilie Blum (die auch das Foto gemacht hat).



Die Werkstattwoche ersoff diesmal im Dauerregen, und es etablierten sich zwei Strategien, sich über sechs Tage bei Laune zu halten: Während die einen Übungen in kreativem Schreiben und Lieder-Kritikrunden absolvierten, produzierten die anderen eine Coverversion samt Video zu Andreas Albrechts auf facebook präsentierten Gewinnspiel "Weihnachten im Juli". Das Ergebnis hat zwar den Wettbewerb nicht gewonnen, aber das haben wir gut verkraftet; siehe YouTube-Video rechts.


Und wie im Vorjahr ist es uns gelungen, nach dem traditionellen Werkstatt-Konzert im proVie-Theater ein erfolgreiches Anschlusskonzert zu geben, diesmal im
– und mit großartiger Unterstützung vom – Kulturbahnhof Biesenthal.
Nach einer lagerfeuerseligen und sangesfreudigen Nacht im Biesenthaler Projekthof Wukania (am Wukensee) führte uns unsere Gastgeberin am Sonntag durch die gesamte Anlage. Und wer hätte gedacht, daß ausgerechnet die entkernte
– also optisch wenig einladende – Großküche dieses ehemaligen Sportler-Freizeitheim uns zu künstlerisch-kontemplativen Großtaten inspirieren würde?
Siehe Soundcloud-Player rechts.



Und vom letzten
Geschmacksverstärker möge diesmal die Fotocollage unseres Licht-, Ton- und Betreuungskünstlers Peter Frank vom Zebrano-Theater dienen. Die bastelt er nämlich jedesmal für die Veranstaltungs-Würdigung auf facebook, wo sie – samt Peters lesenswerter Inhaltsangabe – kurzzeitig tausendfach (wirklich!) beguckt und dann womöglich vergessen wird. Hier also die Doku unserer Show vom 7. Juni; Gäste waren die Liedermacher Le-Thanh Ho und – endlich! – Geschmacksverstärker-Namenspatron Hornberger, wobei wir letzteren als Lesegast einluden:

 


 



Die Gäste unserer kommenden Show – am 6. September – sind die Liedermacherin Vera Mohrs, bekannter unter dem Namen Veras Kabinett, sowie der Lesebühnenstar Robert Rescue. Sie haben uns das klang- und gedankenvolle Motto "Gehen, wenn's am schönsten ist" als Hausaufgabe gegeben, und ich gestehe: Die Erledigung steht noch bevor.

Und das war's auch schon wieder: Habt noch einen schönen Sommer!

Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



 

Berlin, 6. Juni 2017


L
iebe Kenner der Kleinen Künste,

heute mögen einige Bilder sprechen – nämlich vom Fortschritt der Aufnahmen zu meinem neuen Album. 
Fangen wir bei den tiefsten Tönen an:



Maike Hilbig, Bassistin des Jazz-Trios Vorwärts - Rückwärts, (mir vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit meinem Liedermacherfreund Jörg Sieper bekannt) 
wird in mehreren meiner Lieder am Kontrabass zu hören sein. 
Offenbar habe ich mich am E-Bass von Maikes Instrumentenhaltung inspirieren lassen.

Im Hintergrund übrigens ein Teil der 366 Miniaturen aus
Andreas Albrechts Kunstprojekt "tagebucht": Sein Tonstudio ist zugleich Bildergalerie.
(Wen wundert's da, daß auch diese Fotos von ihm stammen?)
Hier unten ist auch sein Schlagzeug zu sehen, hinter dem ich gerade mit
Bernard P. Bielmann die "Flusswanderung" rekapituliere.


Das letzte Foto hat Andreas im Studio von Florian Erlbeck geschossen: Der Komponist, Arrangeur, Produzent (u.a. von Filmmusiken 
und richtig fetzigen Kinderlieder-CDs) wirkt auf meinem Album als Saxophonist mit.





Und ehe der nächste Geschmacksverstärker mich einholt (siehe Online-Kalender), hier abschließend noch zwei Eindrücke vom letzten:

3. Mai 2017: Geschmacksverstärker im Zebrano

mit Anikó Kövesdi (Literatur) und
Peter Wolter (Lieder)







Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



 


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Berlin, 30. April 2017


L
iebe Kenner der Kleinen Künste,

es deutet sich an, daß mein nächstes Album stellenweise ungewohnt klingen wird. 
Andererseits: Wer hatte in den letzten Jahren Gelegenheit, sich an einen typischen Saarmann-Klang zu gewöhnen?

Einige Mitwirkende habe ich hier schon letzten Monat vorgestellt. Letzte Woche hatte ich nun Gelegenheit, mit weiteren Musikern aufzunehmen. Naheliegend, da quasi Familie ... nur, daß die Familie leider im Breisgau, also sieben Stunden Zugfahrt vom Produktionsort entfernt lebt. Wie dem auch sei: Hat man denn studierte Trompeter in der Verwandtschaft, sollte man sie auch einbauen, oder? Nicola Saarmann hat Trompete in Enschede studiert, ehe es sie in den Süden verschlug. In Freiburg spielte sie u.a. in der Big Band der Jazz & Rock-Hochschule – unter der Leitung von Gary Barone, einem versierten Jazzer, der schon als Sessionmusiker für Sarah Vaughan, Frank Zappa, Mark Almond, die Coasters, Hugo Montenegro, Stan Kenton und zahllose andere arbeitete – um hier mal nur diejenigen zu nennen, die ich ohne Konsultation eines Lexikons kenne. Ob ich wohl selber eines Tages in seiner Diskographie stehen werde?




Mittlerweile naht auch schon wieder der nächste Geschmacksverstärker (siehe Online-Kalender), da möchte ich noch rasch einige Bilder des letzten nachreichen: Gäste waren Meikel Neid und Frank Viehweg, die einander auf geheimnisvolle Weise (das Geheimnis wurde in der Show gelüftet) schon seit Ewigkeiten kennen, und dennoch zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne standen.




Zum Zeichnen kam Meikel Neid (u.l.) in unserer Show leider nicht, weshalb wir ihn als Karikaturisten vorstellten.
Die Frage, ob er davon leben kann, musste ihm jemand anders gestellt haben, 
denn die konnte er in einer höchst unterhaltsamen Prosa beantworten.

Ebenso die, weshalb man sich im Supermarkt immer an der Kasse anstellt, wo es am längsten dauert.




Lieder-Botschafter Frank Viehweg brachte uns neben zwei nachgedichteten Coversongs des Tschechen Jaromír Nohavica – 
zwei eigene Lieder zum Mitspielen mit, die sich wunderbar zum Kanon eigneten.





Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



 

Berlin, 22. März 2017


Auweia,
l
iebe Kenner der Kleinen Künste,

sage und schreibe ein halbes Jahr habe ich diese Webseite vernachlässigt – also speziell diese News; der Online-Kalender hingegen war – und bleibt – eigentlich immer aktuell.

Nun könnte man aus der fehlenden Aktualität dieser Seite fälschlich schließen, es sei in den letzten Monaten nichts passiert. Mitnichten: Es gab zwar keine großen Touren, aber auch keine Pause. Weiterhin hält mich meine monatliche Reihe mit Andreas Albrecht im Zebrano-Theater in Atem, diesem genialen Kollegen, der es von Mal zu Mal schafft, zwei bis drei neue Lieder zum jeweiligen Motto zu präsentieren. Ich dagegen bin schon froh, wenn ich ein einziges Neues am Start habe.
Aber Kleinvieh und so weiter:
Dadurch haben sich – naja, immerhin seit 2009 – genug Lieder für gleich zwei neue CD-Alben angesammelt. 
Das erste produzieren wir gerade, Andreas und ich. Mit tollen Gastmusikern, wie Merle Weißbach (Cello), Bernard P. Bielmann (Akkordeon), Danny Dziuk (Klavier & Orgel) und Andreas Albrecht selber (Drums & Percussion) – um nur mal diejenigen zu nennen, die bisher ihre Parts eingespielt haben.
Aber eigentlich – das ist auch in meinen facebook-Posts der letzten Wochen klargeworden – habe ich keine Lust, darüber zu palavern. Von wegen "jede, oder wenigstens hin und wieder mal eine Aufnahmesession, und damit den Fortschritt der Produktion in Wort und Bild dokumentieren": 
Keine Lust! Nervt mich genauso, wie das Bühnengelaber des Liedermachers zwischen seinen Liedern: "Im nächsten Lied geht es um ...", "Das nächste Lied schrieb ich, als ...", "Das folgende Lied sollte eigentlich ..." – 
Bla Bla Bla! Einfach machen und Klappe halten!
Aber Hut ab vor denen, die es schaffen, ihre CDs per Crowdfunding zu finanzieren: Ich käme vermutlich wegen Vernachlässigung der Öffentlichkeit auf zwei bis drei Vorbestellungen.

Also, um es kurz zu machen: 
Irgendwann im Sommer wird es ein neues Holger Saarmann-Album geben. Die Lieder sind größtenteils im Kasten, bedürfen aber noch der Zuwendung. Ideen für CD-Titel und Aufmachung gibt es, sind aber noch nicht spruchreif.
Oje, vermutlich mache ich gerade wieder alles falsch: Warum nicht einfach behaupten, das neue Album mit dem Titel Soundso erscheine am Soundsovielten, um dann später verlauten zu können (wieder ein Anlass für einen facebook-Post!): Verzögert sich und wird nun doch anders heißen. 
Ach, hätte ich 2009, nach Erscheinen meiner "Friseuse" doch verkündet: Hiermit erkläre ich meinen Rückzug aus der Bühnenkunst, um dann – Ta-taaa! – mein Comeback verkünden zu können. Immer alles falsch gemacht und aus Fehlern nix gelernt!


Genug gelabert:
Anzukündigen ist – neben der nächsten Ausgabe des Geschmacksverstärkers am 5. April – ein Konzert am 31. März, gemeinsam mit zwei befreundeten Kollegen, beide mir unter anderem aus dem Kreis um Christof Stählin verbunden. Wobei ich Merle (s.o.) vor allem aus dem Hohenbüssower Liederwerkstatt-Milieu kenne, daher stammen im Grunde auch zwei Lied-Arrangements mit ihrem Cello.
Und Andreas Zimmer, das ist so ein Kollege, der als Künstler sonst die (virtuelle) Öffentlichkeit noch mehr scheut als ich: Hat Dutzende guter Songs von hohem Wiedererkennungswert in der Mappe, dazu eine Stimme, mit der sich trefflich romantische Liederzyklen trällern ließen – aber eben auch Familie, Studium und Broterwerb-Jobs.
Im November hatten wir – unter dem Titel "Chansons im Schleudergang" – ein gemeinsames Konzert in Biesenthal, und das wiederholen wir nun, weil's so schön war, auf Berlins schönster Kleinkunstbühne, dem wohlerprobten Zebrano. Und weil wir in dieser Besetzung auch schon bei Tribute-Konzerten für Christof Stählin auftraten, haben wir – neben all den eigenen – auch zwei, drei Lieder aus seiner Feder im Repertoire. Er selber kann sie ja nicht mehr singen.


A propos Stählin:
Am 8. April gründet sich in Wasungen (Thüringen) die Christof Stählin-Gesellschaft, die sich u.a. der Nachlasspflege widmen wird. Ich durfte mich im Laufe der letzten zwölf Monate bereits intensiv mit Christofs Nachlass beschäftigen, u.a. unveröffentlichte Aufnahmen sichten und sichern und werde diese Arbeit hoffentlich weiterführen können. Bin also bei der Gründung dabei und werde – auch mich selber – an das von Christof gern zitierte Motto Gustav Mahlers erinnern: "Tradition ist nicht die Pflege der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers."
Für Letzteres ist – mit großzügiger Unterstützung von Jürgen Hardeck und dem Kultursommer Rheinland-Pfalz – dank Martin Betz und Matthias Binner gesorgt: Die beiden Kollegen führen nämlich die Tradition der Sago-Schule fort, durch regelmäßige Seminare in Wasungen und Engers.
Nun gibt es endlich eine neue Website:  www.sago-liedermacherschule.de
Und auf Sagos facebook-Seite ist auch hin und wieder jemand unterwegs.

Aber bevor es soweit ist, gibt es, wie gesagt, am 5. April noch den nächsten Geschmacksverstärker
Meikel Neid, auch bekannt als Karikaturist, ist unser Lese-,
Frank Viehweg unser Liedergast. Das wird sicherlich ein ziemlich heterogener Abend, aber das Motto "Ach, du liebe Zeit!" wird schon dafür sorgen, daß alles irgendwie zusammenpasst. "Diesmal war's besonders schön!" haben wir schon oft von unserem Stammpublikum gehört. Nun, diesmal könnte es auch besonders überraschend werden.

Hier abschließend noch zwei Bildeindrücke der letzten Show am 1. März:



Schön, ihn mal wieder dabei zu haben:
David Wonschewski, Geschmacksverstärker-Mitbegründer und Stammleser bis Juli 2015,
der Mann, der Andreas und mich zusammenbrachte, dessen Initiative
"Ein Achtel Lorbeerblatt" ziemlich viel in der Szene bewegt und vernetzt hat.
Auch unseren Liedergast
Tim Köhler aus Oberfranken hätte ich womöglich ohne David nicht kennengelernt.
Von ihm stammte auch die Anregung, Joe Jacksons "Steppin' out" zu covern ...

aber das hätten wir dann wirklich nicht erwartet: Nur eine einzige Person kannte diesen Song, und die saß nicht mal im Publikum, 
sondern am Ton- und Lichtpult und am Drahtauslöser, der diese Bilder ermöglichte: Danke bei dieser Gelegenheit, lieber Peter!

Wir Geschmacksverstärker werden auch weiterhin auf unterhaltsamste Art musikgeschichtliche Bildungslücken schließen helfen!




Es bleibt aus den letzten Monaten einiges nachzutragen, was diesen Artikel sinnlos verlängern würde, insbesondere Bilder. Darum fasse ich das unten jeweils monatsweise zusammen.


Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



 

1. Februar 2107: 
Geschmacksverstärker im Zebrano

mit Michael-André Werner und Heike Mildner


Motto: Stadt, Land, Fluss









 

4. Januar 2107: 
Geschmacksverstärker im Zebrano

mit Sarah Schmidt und Lukas Meister

Motto: Rückblick voraus

Besondere Erinnerungen:

Weltpremiere meines Liedes "Auch noch ein Tag".



Darüber hinaus fällt mir nichts Neues ein, und ich schlage den Kollegen vor, wieder einmal einen deutschen Liedermacher zu covern 
und gemeinsam "In den guten alten Zeiten" von Franz Josef Degenhardt zu spielen. Macht Spaß.
Sarah, die mit ihrer kessen Art die Show sehr belebt, fragt verblüfft, wie wir denn gerade auf Degenhardt kommen. 
Tut so, als sei sie 30 Jahre älter als wir, die Frau!


 

7. Dezember 2016: 
Geschmacksverstärker im Zebrano

mit Björn Reich und Lucie Mackert

Motto: Butter, Brezeln und der Heilige Geist

Besondere Erinnerungen:

Björn Reich gab hier sein Bühnendebut, zumindest mit eigenen Prosa- und Lyriktexten, 
nachdem er uns mit seinen Werken schon häufiger im Rahmen unseres kreativen Freikartengewinnspiels überzeugt 
(also Lyrik zum jeweiligen Monatsmotto eingereicht) hatte. 
Da er selber keine Webseite unterhält, sei ergänzt: 
Björn ist Literaturwissenschaftler (Schwerpunkt Mediävistik, Lehrauftrag an der Humboldt-Uni), 
Chorsänger und gelegentlich Laienprediger, also nicht unbeleckt, was das Auftreten vor Publikum angeht.



Genau einen Monat zuvor (am 7.11.) war Leonard Cohen gestorben, weshalb wir für unser traditionelles Coversong-Rätsel ein Lied von ihm auswählten, 
das – wie immer – nach Möglichkeit auch zum Motto passen sollte.
Unsere Wahl fiel auf "If it be your Will" (kannte natürlich kaum jemand).
Björn Reich erfüllte seine Pflicht als Lesegast, indem er alles vorher dagewesene überbot:
Seine Textübersetzung war teils deutsch, teils mittelhochdeutsch, teils lateinisch!




Unser Liedergast kam zu uns aus München: Lucie Mackert begleitet sich nicht nur auf der Gitarre, 
sondern
– leider im Bild nicht eingefangen – auch auf diverser Perkussion, etwa einer Cajon mit Fußmaschine!






Eine weitere Überraschung: Björn Reich trat in der zweiten Hälfte auch noch ans Gesangsmikrofon und trug sein erstes selbstkomponiertes Lied vor,
"Für Elisabeth", am Klavier begleitet von seiner Nachbarin und Klavierlehrerin
Peggy Luck (unser Lesegast im Februar 2016).




9. November 2016:

Geschmacksverstärker im Zebrano

mit Paul Bokowski und Masha Potempa


Motto: Reise

Besondere Erinnerungen:

Ich präsentiere mein frisch fertiggestelltes Lied "Wolkentürme" und meinen älteren, nie publikumserprobten Lesetext "Siezen auf Estnisch".

Die Show bietet ein gutes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn man als
Geschmacksverstärker-Gast unsere Einladungsmail nicht richtig liest:
Paul Bokowski übersetzte aus Versehen unseren Ratespiel-Coversong "Voyage Voyage" in singbare (!) deutsche Verse.



Also, Vers-Nachdichtung hatten wir ja schon (Sigrun Casper: "Boys of Summer"), aber was Paul da brachte, war neu!
Haben wir natürlich
– nachdem das Lied nach nur einer französischen Strophe von ca. 80% der Zuschauer identifiziert war – gesungen.
Für Paul, so heißt es, war es der Start einer erfolgreiche Karriere als Schlagertexter. ;o)





Das US-amerikanische Wahlergebnis eben dieses Nachmittags schien zwar die Stimmung der Vorstellung ein wenig zu trüben, 
wurde aber auf der Bühne – gewissermaßen aus Trotz – unkommentiert gelassen.
Ein deutliches "Buh!" sei hier nachgeliefert.




Masha singt ihr Berlin-Lied



Oktober 2016


L
iebe Kenner der Kleinen Künste,

dieser Monat verdient nun doch – auch aus der Rückschau im März 2017 – einer genaueren Betrachtung:
Geschmacksverstärker im Zebrano wird 2!
Ist das eigentlich schon ein Jubiläum? Also, wenn's nach Andreas gegangen wäre, hätten wir ein Jahr zuvor schon unser Einjähriges groß gefeiert. Da aber das Zebrano erst im Sommer sein 10-jähriges beging (woran wir ja auch beteiligt waren), wäre das einfach zu viel Gefeiere geworden.
Und sicherlich hätte sich auch jedes andere Bühnenteam mit einer feierlichen Erwähnung zufrieden gegeben: Nicht wir! Wir haben sogar eine CD produziert. (Kann man ja auch erwarten, wenn man mit einem Plattenproduzenten zusammen eine Show macht, oder?) Das Cover seht Ihr rechts.
Das Coverfoto stammt von Christian Reister (der uns seither – wie gesagt: März 2017 – für sämtliche Monatsmottos ablichtete; immer am selben Küchentisch). Die CD ist keine offizielle; man kann sie nur geschenkt bekommen. Und sie enthält auch keine Lieder von Andreas und mir, sondern nur eine Auswahl unserer liebsten englischen Coversongs aus dem Evergreen-Ratespiel, größtenteils mit den – jeweils vorweg von David Wonschewski, Sigrun Casper, Peggy Luck, Friederike Kenneweg, Maxi Mancub und Manfred Maurenbrecher rezitierten – deutschen Übersetzungen. War uns einfach ein inneres Bedürfnis, das mal zu dokumentieren.
Und von Andreas Albrecht ein kluger Schachzug: Die Aufnahmen verliefen so harmonisch (und gerieten darüber hinaus so gut), daß ich kurz darauf beschloss, endlich mein (echtes) nächstes Album in Angriff zu nehmen.

Doch zurück zur Jubiläumsshow: Wir luden einfach alle bisherigen Gäste ein, erhielten unterm Strich zwölf positive Rückmeldungen und teilten die Zusagenden auf zwei Abende auf: 5. und 6. Oktober. 
Die Bilddokumentation fällt – gemessen an der kleinkunstgeschichtlichen Größe des Ereignisses – relativ knapp aus, weil die meisten Gäste schon auf Bildern weiter unten zu sehen sind. Hier ein paar Dinge, die nur am Jubiläum zu sehen waren:





Die Präsentation unserer Jubiläums-CD: 
Es gibt sie nur in selbstgebrannt und handsigniert!




"Wir kochen" mit Johannes Kirchberg. Zwei Akkordeons = zu viele Köche?
Fand ich nicht: Ich war froh, daß mir mit
Bernard P. Bielmann ein routinierter Akkordeonist für die schnellen Läufe beistand!
(Im Mai hatten wir
– Friederike Kenneweg und ich – das Lied auf zwei Melodicas begleitet.)



Unser Februar-Lesegast Peggy Luck spielte uns ein wunderschönes, zartes Lied.

Und so sah das erste Finale (Mittwoch) aus:




Bernard P. Bielmann, Florian Krämer (= Duo FloBêr), Thomas Felder, Peter Fischer (sitzend), Danny Dziuk & Johannes Kirchberg 
singen Bernards "Trinklied". (Sigrun Casper und Peggy sangen aus den Publikumsreihen mit.)




Gelungen: Erleichterung nach dem zweiten Lied mit Lüül.




"Follow the Drinking Gourd" mit Jörn Hühnerbein, Andreas Albrecht und Manfred Maurenbrecher.
Der Song wurde bei seiner Erstaufführung
in gleicher Besetzung auch als Video dokumentiert


2. Finale (Donnerstag) mit "Rivers of Babylon", die Zugabe:




Lüül, Jörn Hühnerbein, Melvin Haack, H.P. Daniels, Friederike Kenneweg, Bastian Bandt, Manfred Maurenbrecher & Andreas Albrecht.
Es stellte sich völlig überraschend heraus, daß zwei Beteiligte dieses Lied nicht kannten! Sachen gibt's ...



Am Tag nach dem Jubiläum ging's dann für mich gleich mit dem Zug nach Hildesheim, wo mich mein alter Freund aus Bamberger Zeiten, Siggi Stern (der im Gegensatz zu mir schon damals Lieder schrieb) zu einem Konzert seiner Reihe "Sternenschnuppern" im "LitteraNova" eingeladen hatte. Kneipigere Athmosphäre, die mir bewusst machte, daß ich mich in den letzten vier Jahren durch den Luxus einer Kleinkunstbühne ganz schön verwöhnen ließ. Gut möglich, daß hier irgendwann noch ein, zwei Bilder des Konzertes auftauchen werden: Siggi und mich sieht man nicht häufig zusammen auf der Bühne, und wir werden im Wiederholungsfall
– nämlich am 4. Oktober im Zebrano – nicht so ausgiebig in öffentlichen Bamberg-Erinnerungen schwelgen wie im "LitteraNova" 

 

Berlin, 2. Oktober 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

eigentlich sind die letzten News vom 19.8. noch zu aktuell, um sie mit neueren nach unten zu drängen.
Eigentlich gibt es nur zu ergänzen und zu bebildern. Ich fasse mich also kurz:
Rechts seht ihr (wenn ihr den Start-Button klickt) einen Mitschnitt vom Songslam im Heimathafen Neukölln: Mit dem Lied "Stadtplan" habe ich mich die Finalrunde qualifiziert. Danke, Winfried, fürs Filmen und Hochladen! Das Lied war bisher online nicht zu finden.

Bei unserer doppelten "Geschmacksverstärkers"-Jubiläumsshow am 5. und 6.10. haben sich noch kleine Änderungen ergeben. Das kann natürlich bis zur letzten Minute immer wieder geschehen.

Am Ende des heutigen Eintrags findet ihr Bildeindrücke des September-Geschmacksverstärkers.
Doch in umgekehrter Reihenfolge: Das Letzte, was geschah, war die Christof Stählin-Hommage am 22. September im Zebrano-Theater.




"Stadtplan" als Beitrag zum Songslam im Heimathafen Neukölln


Mit dabei waren Dota Kehr, Sebastian Krämer, Martin Betz, Matthias Binner, Bernhard Lassahn, Danny Dziuk, Jörg Sieper, Andreas Zimmer, Merle Weißbach und ich. 
Der Abend war zwar nicht ganz pannenfrei, aber wunderschön. Besonders eindrucksvoll der Opener Danny Dziuk: Zum ersten Mal hörte ich ihn seine Version von Christofs Lied "Der Kirschbaum" (eigentlich ein arabisches Traditional!) live spielen. Arabische Melodie in polyphonem, Bachschem Gewand klingt einfach geil! Nehme ich mir zum Anlass, exemplarisch an Dannys klingenden Nachruf auf Christof zu erinnern. 
Hier hat das Ein Achtel Lorbeerblatt die anderen Nachrufe archiviert.



Und nun die Rückschau auf zwei Geschmacksverstärker-Ausgaben: Die letzte und die im Mai!
Jawohl, richtig gelesen. Denn die Juni-Show mit Jörn Hühnerbein und Manfred Maurenbrecher wurde nicht fotografisch, sondern filmisch dokumentiert. Da habe ich die Dokumentation der Mai-Show völlig vergessen. Aber jetzt, wo ich die Bilder sehe, ist alles wieder präsent:




Johannes Kirchberg kam am 4. Mai aus Hamburg angereist, um mit uns das Erscheinen seiner neuen CD  "Wie früher, nur besser" zu feiern.
Das Motto des Abends lautete "Und dazwischen Zwischenräume". Hier erkläre ich mein Verständnis von Zwischenräumen:




Friederike Kenneweg, Autorin, Sängerin, Musikerin, ... – was kann sie eigentlich nicht? – erzählte uns u.a. von den Geräuschen aus ihrer Nachbarschaft.
So präzise, daß man eigentlich ein Rätsel darau hätte machen können: "Und? Wo wohne ich?" ...



Das Rätsel war dann aber das traditionelle Oldie-Ratespiel, diesmal zu Ehren von Prince, der zwei Wochen zuvor verstorben war.
"Sometimes it snows in April".

Das gab's auch noch nie: Wozu ein Akkordeon, wenn doch zwei Melodicas am Start sind?
"Wir kochen"
– mit Chefkoch Johannes.




Am 7. September beehrte uns Nadine Maria Schmidt aus Leipzig.



Gemeinsam mit der Autorin Kirsten Fuchs bescherte sie uns das Motto "Meins, deins, unsers und die Welt".

Kirsten meisterte die schwierige Aufgabe, den Coversong "Chim Chim Cheree" samt Refrainzeile zu übersetzen,
indem sie ihn einfach nicht übersetzte, sondern frei darüber fantasierte.
Das ist auch einfacher als die richtigen Töne (Bass-Abgang!) auf dem Akkordeon zu treffen!



Man muss dann sein Publikum (fast jeder kannte immerhin den Song) natürlich belehren, 
von welcher filmgeschichtlichen Wichtigkeit "Mary Poppins" ist!





Zu guter Letzt dann noch ein wenig Hermann Hesse:



"... Wandrer ohne Ziel und Pfad
Irren wir in dunklen Weiten;
Wolle Du uns gnädig leiten, ...
bis der großeeeeeeeee Morgen naa-aa-aa-aaht!"



Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


 

Berlin, 19. August 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

zur Verfüllung des Sommerlochs ein wenig Rückschau und ein wenig Vorschau auf das letzte Jahresdrittel.

Unsere letzte "Geschmacksverstärkers"-Show im Zebrano-Theater am Ostkreuz (so hässlich, wie dieser Bahnhof heute aussieht, mag ich ihn eigentlich gar nicht mehr zur Orientierung angeben) ist filmisch außergewöhnich gut dokumentiert. Das liegt daran, daß ein Fernsehteam des RBB in einem Portrait über den Kiez auch Impressionen von der Zebrano-Bühne wünschte, selber aber am Geschmacksverstärker-Abend nicht vor Ort sein konnte. Schließlich griffen sie der Einfachheit halber auf Archivmaterial zurück, interviewten aber immerhin meinen Compagnon Andreas Albrecht bei einer simulierten Probe (ich selber war verhindert).
Und da nun Peter Frank, unser Tonmeister, sich schon die Mühe gemacht hatte, den langen Film aufzunehmen, zu schneiden, zu betiteln und – zu unserer Begutachtung – auf YouTube hochzuladen, soll der da meinetwegen auch bleiben. Ich singe darin mein (am Tag zuvor fertiggestelltes) neues Lied "Flusswanderung"; das Motto der Show lautete "Fluss und Überfluss". Höhepunkte der Show sind die in dieser Form ziemlich spontan auf die Bühne gebrachten "Loreley" und "Follow the Drinking Gourd" – gemeinsam mit den Gästen Jörn Hühnerbein und Manfred Maurenbrecher. Schön, daß das festgehalten wurde!

"Wir Geschmacksverstärker" haben noch eine Menge vor in diesem Jahr:
Unser zweijähriges Jubiläum wollen wir (nachdem wir 2015 – mit unserem Gast Gerhard Schöne – das 10-jährige des Zebranos mitfeiern durften) mit zwei Shows an zwei Abenden feiern, für die man auch ein Kombi-Ticket erwerben kann. Wer am 5. und 6.10. voraussichtlich alles mitwirkt, kann man hier, in meinem Konzertkalender lesen. Es werden zwei komplett verschiedene Abende.
Ja, hätten alle wiedereingeladenen Geschmacksverstärker-Gäste zugesagt, könnte man von zwei "Best of"-Abenden sprechen.

Zuvor aber – am 7.9. – gibt es noch die September-Show mit unserem Literaturgast Kirsten Fuchs, einer bekannten Autorin der Berliner Lesebühnenszene, deren jüngstes Buch "Mädchenmeute" (nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis), wie auch schon diverse Vorgänger, im Rowohlt-Verlag erschien. "Mädchenmeute" lese ich gerade, gefällt mir ausgezeichnet! Kirsten liebt das klare, drastische Wort; wir sind gespannt, was sie uns zum Motto "Meins, deins, unsers und die Welt" mitbringt!

Bei unserem Liedergast Nadine Maria Schmidt kriege ich schon fast Heimatgefühle: Im Zebrano spielt die Wahl-Leipzigerin zum ersten Mal, aber schon zweimal hatte ich das Vergnügen, mit ihr im Rahmen von Liederwerkstätten zusammenzutreffen und -zuspielen. Ich kenne persönlich niemanden sonst, der so aus Bauch und Seele heraus textet und musiziert wie sie. Früher sang sie mal englisch, stellte dann aber fest, daß sie die deutsche Sprache ebenso emotional zum Klingen bringen kann. Heraus kommen quasi Soulballaden abseits der üblichen Fahrwasser.


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Unsere "Sago singt Stählin"-Tour Anfang Juni war künstlerisch ein großer Erfolg: Das Konzert in seiner Wahlheimat Hechingen, wo Christof Stählin als bunter Hund bekannt und beliebt war, spielten wir vor ausverkauftem Haus. Auch im Mainzer Unterhaus, wo Christof seit den späten 60ern immer wieder konzertierte, erinnerten sich viele des Altmeisters, während wir in den Kleinstädten an Lahn und Sieg eher die kleine Oberschicht der kulturellen Neugierde anzogen.
Wir sind aber überzeugt, daß es uns bei gelegentlicher Wiederholung solcher Aktionen gelingen wird, Christofs Lieder aus den Kämmerchen des alternativen Bildungsbürgertums an die Lagerfeuer des einfachen Volkes zu holen, wo sie dann im Wechsel mit Gundermanns Liedern zur Klampfe geträllert werden. Ich habe das schon getan – auch dafür taugen Liederwerkstätten: Klappt wunderbar!


Einen Ableger unserer gibt es am 22.9. – ebenfalls im Zebrano-Theater:
Neben einigen seiner Sago-Schüler, wie Sebastian Krämer, Martin Betz, Dota Kehr und Matthias Binner und weiteren wird sich mit Bernhard Lassahn auch ein Wegbegleiter aus Tübinger Zeiten Christofs  Lieder annehmen. Da bin ich sehr gespannt, denn das Stählin-Repertoire der anderen Kollegen kenne ich in etwa, während ich Bernhard immer nur seine eigenen Lieder singen hörte – und das selten genug, da er ja doch seit vielen Jahren hauptsächlich als Schriftsteller unterwegs ist. (Offiziell begegneten wir uns zuletzt beim "Geschmacksverstärker" im März 2015, wo er unser Lesegast war.)

Für die Tour entstand im Frühling ein neues Lied: "Der Wolkenmann", ein Tribute-Song für Christof, geschrieben zusammen mit meinem Sago-Freund Jan Gaensslen. Meine erste Teamarbeit und somit eine Erfahrung, die ich mir schon lange zu machen gewünscht hatte. Aufgeführt haben wir es erst einmal – in Hechingen, dem einzigen Konzert der Tour, an dem wir beide mitwirken konnten; das Lied braucht Jans Klavierspiel. Vielleicht führen wir es am 22.9. im Zebrano wieder auf.

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"Liedkultur e.V.", der Verein zur Förderung des deutschsprachigen Liedes, ist fürs erste gescheitert. All mein Networking hat nicht so recht gefruchtet: Es besteht offenkundig kein Bedarf, bzw. keine Bereitschaft, sich für ein Projekt zu engagieren, aus dem man keinen unmittelbaren Nutzen ziehen kann. Da gab es tatsächlich Anfragen im Sinne von: "Ich bin leider Booking-mäßig eher unbegabt. Könntet ihr mir zu Auftritten verhelfen?"
Tja, wenn ich wüsste, wo ich selber mit meinen Liedern willkommen bin, könnte ich das vielleicht. Aber dann helfe ich doch lieber Kollegen, die ich persönlich kenne und künstlerisch schätze.
Nun hat im Juli also leider unser (relativ frischer) 1. Vorsitzender das Handtuch geworfen, woraufhin auch dem Kassenwart (nach anderthalb Jahren des Anschiebens) die Puste ausging. Blieben nur Schriftführerin, Webmasterin und Networker. 
Na dann: Auf ein Neues im nächsten Leben! Vielleicht werden wir ja in den 1960ern wiedergeboren.


Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


















 

Berlin, 4. Juni 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

in der kommenden Woche darf ich Teil einiger Konzerte zur Erinnerung an Christof Stählin sein.
Wer meine Einträge hier verfolgt, weiß, was mich mit diesem Mann, der am 9. September 2015 in seiner Wahlheimat Hechingen verstarb, verbindet. Wer zum ersten Mal auf dieser Seite schmökert, sei freundlichst willkommen und lese bitte zunächst dies.

Nachdem nun also Christof nicht mehr unter uns weilt, ist es uns ein Herzensanliegen, ihn in seinen Liedern lebendig zu erhalten. Das funktioniert wunderbar, wenn man sie für sich oder im Team miteinander singt – und sicherlich auch auf der Bühne.
Der Kultursommer Rheinland-Pfalz, der mit Räumlichkeiten und Geldern auch den Fortbestand der Akademie für Poesie und Musik, "Sago" gewährleistet, ermöglicht uns auch drei der Konzerte: 

7.6. Bad Ems
8.6. Mainz
9.6. Hamm (Sieg)
10.6. Hechingen

Das letztgenannte findet auf Einladung des Hechinger Kulturvereins in der Villa Eugenia statt.

Bei der Tour wirken außer mir mit:
Annett Kuhr, Sebastian Krämer, Martin Betz, Masha Potempa, Ulrich Zehfuß, Matthias Binner, Frank Bode, Claudia Fink (alias Lucid), Matthias Reuter, Andreas Zimmer, Merle Weißbach, Arno Rittgen, Markus Heiniger, Jacqueline Schlegel, Timo Brunke und Jona & Jan Gaensslen.

Alle Details (z.B. wer an welchem Tag dabei ist) findet Ihr, wie immer, in meinem Konzertkalender.

Es sei verraten, daß es – neben Solo-Beiträgen – diverse Kolaborationen geben wird, auf die ich persönlich mich am meisten freue.
Ebenfalls freue ich mich, daß meine Recherche in Christof Stählins Nachlass Anfang April uns ermöglicht, neben einigen Klassikern auch unveröffentlichte oder nur äußerst selten aufgeführte Werke der letzten Jahre zum Vortrag zu bringen.

Wir haben in Sago-Kreisen schon diverse handfeste Ideen für Veröffentlichungen aus Christof Stählins Archiv und Gedankenwelt, suchen aber die Zusammenarbeit mit seinen Söhnen (den Erben des Nomen+Omen-Verlags) und wollen nichts überstürzen.
Auch über eine weitere Tribute-CD – wie 2012/13 die "Versammlung der Inseln" – haben wir schon nachgedacht, diesmal mit dem Schwerpunkt "Unveröffentlichtes". Na, ich werde berichten, wenn sich was tut. Zunächst haben wir noch einige Exemplare der "Inseln" zu verkaufen.


Demnächst folgen hier – als Maßnahme gegen das Sommerloch – auch Bilder der vergangenen beiden "Geschmacksverstärker"-Shows.


Am Mittwoch, den 15. Juni findet in Leipzig die erste Mitgliederversammlung von "Liedkultur e.V." statt, eines frisch gegründeten Vereins zur Förderung des deutschsprachigen Liedes. Willkommen ist jede/r – auch unverbindlich – Interessierte. Ich selber betätige mich dort als Networker, nur aus der zweiten Reihe. Im Vorstand engagieren sich der Lyriker/ Liedtexter Andreas Hähle (Leipzig) und die Liedermacher Nadine Maria Schmidt (Leipzig) und Günther Hornberger (Potsdam) – wofür ich ihnen hier einmal offiziell danken möchte.


Aber nun hoffe ich fürs erste, einige meiner Leser und Hörer in der zweiten Juniwoche beim Stählin-Tribute zu treffen.


Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann




Christof Stählin im Sommer 2012

Foto: Hans-Georg Enzian (?)






Christof Stählins Instrument, die Vihuela






Die Chrsitof Stählin-Tribute-Compilation
erscheint am 17. Februar 2013
und kann über die Web-Shops der beteiligten Musiker,
zum Beispiel hier, bei mir, bestellt werden.

Hier gibt es Hörproben (ext. Link zu jpc.de)

Und hier eine vollständige Hörprobe der Aufnahme 


 

Berlin, 27. April 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

schon naht – mit dem 4. Mai – wieder eine neue Ausgabe unseres allmonatlichen "Geschmacksverstärkers" – auf Berlins großartigster Kleinkunstbühne, dem Zebrano-Theater am Ostkreuz
Mit exquisiten Gästen:

Friederike Kenneweg durfte ich schon mal als Rezitatorin von Schubert-Briefen an der Seite von Marco Ponce Kärgel und Manfred Maurenbrecher erleben. Nun bin ich sehr gespannt auf ihre eigenen Texte zum Motto "... und dazwischen Zwischenräume".

Johannes Kirchberg, eine leuchtende Hausnummer in der Allee des deutschen Chansons, kommt aus Hamburg exklusiv zu uns nach Berlin, um mit uns und den anderen Preußen sein Record Release (nach)zufeiern.

Die letzten beiden Shows sind fotografisch ausgezeichnet dokumentiert. Hier eine Auswahl an Impressionen vom letzten und (weiter unten) vom vorletzten Mal:



Nachdenken über Mareike (44) und den Rasta-Mann mit Felix Janosa:
Nach 18 Geschmacksverstärkern die erste Show, in der wir einen Reggae spielen.
Besonders gut gefällt uns der Kabarettist Felix, wenn er seine melancholischen Lieder singt,
hier über den "Planet der alten Affen" ... oder war's seine Joni Mitchell-Nachdichtung "Amelia"?



Rockmusiker und Musikjournalist H.P. Daniels las seine Prosa über den Urlaub eines älteren Mannes mit seiner dementen Mutter.
Das war gar nicht so heiter, wie es unten den Anschein hat.
Das Motto der Show (am 6. April) war übrigens "Alter(n)".



So, und nun die peinliche Frage ins Publikum: Wer hat den Coversong "Forever young" von Alphaville nicht gekannt?




Einen Monat zuvor, am 2. März, hatten wir die Jungliteratin Maxi Mancub zu Gast.
Der Abend war nicht nur ihr Lese-Debut mit eigenen Texten, sondern auch ihr Geburtstag.



Die Geschmacksverstärker verfügen übrigens (s.u.) über Mittel, Bühnen-Greenhörnern ein wenig das Lampenfieber zu nehmen.
Aber auch unser Liedergast
Bernard P. Bielmann wirkt ein wenig erheitert.



Hier besingt Bernard die Blumen im Dezember auf seinem Balkon:




Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


Berlin, 4. April 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

Profolk e.V., der Verein für Folk, Lied und Weltmusik, hat einen neuen Sampler veröffentlicht, der zwei Lieder aus meiner CD "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" mit Vivien Zeller enthält. Nebenan seht ihr das Cover. Ihr könnt sie in meinem Shop – dort findet ihr auch eine kurze Rezension von mir – bestellen, aber auch über Vivien Zellers Webseite oder über den Bluebird Shop Berlin. Der ist übrigens verschwistert mit dem fast gleichnamigen Label, auf dem 2005 unser Wildwest-Album erschien. Vivien und ich finden es übrigens noch immer sehr gelungen und denken gar nicht daran, nach 11 Jahren den Preis zu reduzieren. Dreist, was? Wo es doch in den großen Elektro-Kaufhäusern die CDs der großen Stars schon zwei Jahre nach Erscheinen für 5 Euro gibt ...
Wenn ich eine meiner CDs zum Spottpreis irgendwo auf amazon Marketplace oder ebay entdecke, melde ich das immer ein paar Freunden, von denen ich weiß, daß sie sie gern verschenken.


Die vierte und letzte Etappe meiner "Deutschlandreise" ist im Kasten: Diesmal werden Städte im Nordwesten – grob gesagt: zwischen Amrum und Kassel – besungen, teilweise in äußerst exklusiven Aufnahmen!
Die Sendung ist seit Sonntag hier, auf "Ein Achtel Lorbeerblatt" freigeschaltet und erhofft sich hohe Einschaltquoten.


Am kommenden Mittwoch ist wieder Zeit für unsere allmonatliche "Geschmacksverstärker"-Show auf Berlins großartigster Kleinkunstbühne, dem Zebrano-Theater am Ostkreuz.
Was bisher geschah, ist weiter unten in Bildern gut dokumentiert.
Fotos von der März-Show liefere ich demnächst nach.

Morgen wird die kommende Veranstaltung konzipiert:

Nachdem wir in Februar und März wunderbaren Nachwuchs präsentieren durften, haben wir im April zwei alte Hasen am Start. (>> Flyer für April/ Mai) Daß das Monatsmotto "Alter(n)" lautet, hat damit natürlich nicht das Geringste zu tun, denn Andreas Albrecht und ich, wir senken ja – als Mitt-Vierziger – ein wenig den Altersdurchschnitt.
Unser Lesegast ist der Berliner Schriftsteller, Musikjournalist und Ex-The-Escalatorz-Musiker H.P. Daniels
Als Liedergast beehrt uns der grandiose Felix Janosa, die musikalische Seele der allseits beliebten Kinderbuchfigur "Ritter Rost" (und Stimme seines Hausdrachen Koks in den Musicals). Als Chanson-Kabarettist für Erwachsene ist er hier in der Preußenmetropole anscheinend noch immer ein Geheimtip. Zur Lüftung des Geheimnisses gibt es im Zebranotheater gleich doppelte Gelegenheit, denn am 7. April bringt er dort sein Solo-Programm "Hitfabrik Reloaded" zu Gehör.

Wer mit offenen Augen durch Berliner Seitenstraßen bummelt, kann übrigens neuerdings auch Geschmacksverstärker-Plakate dort finden. Andreas und ich, wir freuen uns ja immer wieder über Kommentare, daß wir auf unseren Plakaten und Flyern gut getroffen seien.
Vor Jahren ging ich mit einem meiner (damals aktuellen) Flyer zum Friseur und sagte: So möchte ich gern wieder aussehen (damit ich ihn weiter verwenden kann). Deshalb altern übrigens Musiker so langsam: Weil sie immer bestrebt sind, ihren Plakaten zu ähneln.
Auch Andreas und ich, wir tun unser Bestes, wie Ihr hier seht:



Neuer Sampler von "Profolk e.V." 
mit "Liedern, so deutsch wie der Wilde Westen"





"Deutschlandreise", die vierte Etappe meiner 
Radiosendung auf "Ein Achtel Lorbeerblatt"




Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


 

Berlin, 1. März 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

morgen, am 2. März, gibt es wieder unsere allmonatliche – für manch Eine/n schon zum Kult avancierte – "Geschmacksverstärker"-Show auf Berlins großartigster Kleinkunstbühne, dem Zebrano-Theater am Ostkreuz.
Was bisher geschah, ist weiter unten in Bildern gut dokumentiert.
Was morgen geschehen wird:

Unser Lesegast ist die Berliner Jung-Literatin Maxi Mancub. Eine höchst gewitzte Zeitgenossin, die ihre leichtfüßigen und zugleich schwerblütigen Texte bisher für die Schublade schrieb. Wir fanden, daß dies auf Dauer nicht der passende Ort für solche Gedanken sei und luden sie kurzerhand ein. Es wird also ihr Debut vor Publikum.

Bernard P. Bielmann, unseren Liedergast, kenne ich von der Burg Waldeck, jener legendären Hunsrücker Pilgerstätte der singebewegten Jugend, wo auch heute noch Musikfestivals in der Tradition derer in den 1960er Jahren stattfinden. Beim Singewettstreit 2013 räumte Bernard sage und schreibe drei Preise ab, unter anderem für den besten politischen Liedext. Er schreibt unter anderem Berliner Couplets in seinem Mutterdialekt und begleitet sich – und andere – mit Vorliebe am Akkordeon: Etwa im Duo FloBêr oder in den Ensembles Küchenkapelle, Liedgefährten und Liedkollektiv.

Aus gut unterrichteter Quelle erfuhr ich, daß das Duo FloBêr gerade CD-Aufnahmen mit dem Maurenbrecher- und Lüül-Produzenten Andreas Albrecht plant. Insider wissen, daß der Mann – so ein Zufall aber auch! – zur Stammbesetzung der "Geschmacksverstärker" gehört. Ob er es wieder einmal schafft, bis morgen drei brandneue Lieder am Start zu haben?
Ich selber werde immerhin ein neues Lied präsentieren, vielleicht das biographischste, das ich bisher geschrieben habe. Das Motto dieser Show lautet:
"Wo (ge)hören wir hin?"

Wir haben wieder zwei Freikarten für den (für uns) schönsten Vier-bis-Achtzeiler unserer Follower/ Fans/ Freunde verlost. Gewonnen hat sie der Meißener Kollege Bernd Pakosch. Am Mittwoch präsentieren wir eine Vertonung seiner Verse.
Wer sich künftig an unserem Gewinnspiel beteiligen mag, folge uns entweder auf "facebook", oder schreibe mir eine Mail unter post("ätt")holger-saarmann.de.

Über unsere künftigen Shows samt Gäste informiert, wie immer, mein Konzertkalender.

Hier noch einige Eindrücke aus unserer Februar-Show mit Peggy Luck und Philip Hellmann:


Peggy Luck, unser Lesegast, brachte ihr Lieblinginstrument mit in die Show: Eine Gambe.
Leider war die zunächst nicht so recht in Stimmung zu bringen: Ein Zusammenspiel bei Philips Lied "Sonnenfinsternis" missriet.
Naja, passte zum Motto "miss-raten"
Peggy jedenfalls ließ sich die Laune nicht vermiesen:

Hier ordnet sie klassische deutsche Dichterworte buchstäblich nach dem Alphabet und lässt uns Werk und Autoren raten.

Ein wenig einfacher geriet unser allmonatliches Evergreen-Ratespiel, bei dem diesmal – dem Anlass gemäß – auch alle Gäste beteiligt waren:
Wir waren schnell einig, daß es was von David Bowie sein sollte und wählten sein Lied vom missratenen Erdensohn Major Tom –
"Ashes to Ashes".
Für die stimmungsvolle Beleuchtung – aus völlig neuen Scheinwerfern – sorgte Peter Frank, dem wir auch all die prima Fotos verdanken.
Oben Philip Hellmann solo mit einem seiner eher dadaistischen Lieder.
Unten in der stützenden Gruppe bei einer "ewigen Therapie".
Doch bei aller Liebe zum katharsischen Klamauk wartet bei Philip "ganz hinten immer das Meer".



Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


 

Berlin, 30. Januar 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

zunächst das Regionale:
Am Mittwoch, den 3. Februar gibt es wieder unsere allmonatliche "Geschmacksverstärker"-Show im Berlin-Friedrichshainer Zebrano-Theater.

Wer unsere Show kennt, weiß, daß wir schon sehr prominente Gäste (z.B. Gerhard Schöne, Pigor & Eichhorn, Dota Kehr, Manfred Maurenbrecher) bei uns hatten. Wer uns besser kennt, weiß, daß unsere unbekannteren Gäste qualitativ in derselben Liga spielen; gerade das sind Kollegen, denen wir ein großes Publikum wünschen! So präsentieren wir am 3. Februar zwei Geheimtips und hoffen, daß man dereinst sagen wird: Die habe ich vor Jahren, als sie noch kein Mensch kannte, im Zebranotheater gesehen!

Peggy Luck schreibt sowohl Texte als auch Lieder: Ihre Prosa steckt voller geistreicher und herzlicher Beobachtungen des Alltags. Ihre Lieder begleitet sie u.a. auf einer Gambe, einer Art historischer Vorläuferin des Cellos. Wir freuen uns riesig, daß sie uns die nicht vorenthalten wird: Obwohl wir Peggy zunächst einmal für den Literatenstuhl eingeladen haben, wird sie auch mitmusizieren!

Philip Hellmann war einer der beliebtesten und originellsten Kollegen beim letzten Liederfest "Hoyschrecke". Zu fortgeschrittener Stunde vermochte er nochmals so überzeugend zu fesseln, daß das Publikum ihn gleich für den nächsten Abend ins Wertungskonzert votete. Ich war selber Mitbewerber, habe aber Philip diesen Sieg von Herzen gegönnt und ihn vom Fleck weg für unsere Show engagiert.
Beide leben in Berlin und haben gemeinsam das Monatsmotto ausgeheckt: "miss-raten".

Zum zweiten Mal gab es für die kommende Show eine Freikarten-Verlosung über facebook, die mit einer Aufgabe verbunden war: Schickt uns einen zum Monatsmotto passenden Vier- bis Achtzeiler. Andreas Albrecht und ich, wir werden den von uns auszulobenden Gewinner vertonen. Und zwar vor den Augen und Ohren seines Schöpfers, sofern er denn von seiner Freikarte Gebrauch macht. Wer über künftige Ideen (z.B. Verlosungen) zeitnah informiert sein möchte, folge uns bitte auf facebook.
Wer nur die Termine mit Details und Links sucht, ist in meinem Konzertkalender richtig.

Hier ein paar Eindrücke der Veranstaltungen in Oktober, November und Januar:





Kamen im Oktober zu uns aus Augsburg und Tübingen: Cornelia Salz (am Tisch) und "Chansonedde" Sarah Lesch.




Unsere November-Gäste: Sigrun Caspar (am Tisch) und Bastian Bandt:









Das Motto im Januar lautete: "Tiere und ihre Oberflächen".
Die Idee hatte das Pferd, ebenfalls bekannt als Melvin Haack (von Schnaps im Silbersee), dem ich auch meine Hasenohren verdanke.
Am Lesetisch: Die Schauspielerin und Autorin Inés Burdow.








In dieser Show ließ Melvin Haack ein Video seines Liedes "Wildgänsehaut" mitschneiden.

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Während wir Geschmacksverstärker ohne unseren Mitbegründer David Wonschewski ganz gut klarkommen, hat sich das Online-Magazin "Ein Achtel Lorbeerblatt" noch nicht vom Rückzug seines Gründers erholt. Leute zur Mitarbeit anzuspornen, das ist eben nicht jedem gegeben.
An mir soll's aber nicht liegen: Seit heute ist meine frisch produzierte "Radio"sendung freigeschaltet, die 3. Etappe meiner "Deutschlandreise", für die ich mich – diesmal im Osten Deutschlands – auf die Suche nach Liedern über Städte gemacht habe. Ich moderiere die Sendung und verantworte den Inhalt, bin aber diversen Freunden/ Kollegen zu Dank für ihre Zuarbeit verpflichtet, von denen ich Frank Viehweg für viele gute Lied-Tips und Pittkunings für Kontakte in die Oberlausitz und Übersetzungen aus dem Sorbischen hervorhebe.
Die Sendung ist, denke ich, gerade für Liederfreunde geeignet, die die ostdeutsche Szene noch nicht so gut kennen. Und wer ohnehin mit Liedern Gundermanns und Wenzels auf den Lippen durch den Tag geht, lernt sicher spannende Kollegen kennen. Oder hört womöglich zum ersten Mal ein Lied auf Sorbisch ...
Meine beiden älteren Sendungen sind weiterhin abrufbar; bitte einfach den Links folgen. Es handelt sich um Podcasts: Man kann sie hören, wann immer man will.

Zur Krise des "Lorbeerblattes" sei noch tröstend hinzugefügt:
Seit Herbst 2015 gibt es eine Konkurrenz-Seite: Das Online-Magazin www.chanson.de des Bremer Liedersammlers und Folksängers Michael Zachcial. Der ist allerdings so gut mit seiner Band "Grenzgänger" im Geschäft, daß er anscheinend keine Zeit findet, regelmäßig neue Inhalte zu präsentieren. Das ist schade, denn im Prinzip kann diese Seite das, was ich mir vom "Lorbeerblatt" mittelfristig gewünscht hätte:
Sie übernimmt – quasi halbautomatisch – Konzertveranstaltungen, die man anderswo (nämlich auf facebook) postet und fügt sie einer Konzert-Datenbank hinzu, in der man wahlweise nach Künstler, nach Stadt oder nach Datum suchen kann. Voraussetzung ist ein "Like" auf facebook, und der Künstler muss dem Genre "deutschsprachiges Lied/ Chanson" zuzuordnen sein.
Bin mal gespannt, wie es weitergeht!

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Nach Christof Stählins Tod (siehe hier) stellen sich Freunde und Veranstalter die Frage: Wo hört man nun noch seine zauberhaften Lieder? Mit der Serie klingender Nachrufe im "Lorbeerblatt" ist es nicht getan:
Einige seiner Freunde und ehemaligen Schüler werden sich darum 2016 zu einer Reihe gemeinsamer Tribute-Konzerte zusammenfinden: In der 2. Juniwoche in Bad Ems (Lahn), Mainz, Hamm (Sieg) und voraussichtlich Hechingen (wo im Übrigen auch der 9.9. für ein Gedenkkonzert reserviert ist). Für die ersten drei Konzerte sind wir dem Kultursommer Rheinland-Pfalz zu Dank verpflichtet. Bisher stehen erst die Teilnehmer für das Konzert in Mainz fest; der Rest wird sich in den nächsten Wochen finden. Hier halte ich die Infos auf dem jeweils neuesten Stand.

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Der Verein "Liedkultur e.V." tritt an, um die öffentliche Präsenz des deutschsprachigen Autorenliedes zu fördern. Im Mai soll in Berlin die Gründung erfolgen; über den Termin wird noch abgestimmt.
Was es aber zuvor schon geben wird, ist die Website: www.liedkultur.de
Ab Mitte Februar dürfte sie spätestens online sein.

Diskussionsbedarf, der sich im Zuge von Vereinsgründung und Webseite-Programmierung regen sollte, kann über eine momentan noch geheime facebook-Gruppe gestillt werden. Jeder Interessierte ist eingeladen, sich dieser Gruppe anzuschließen – und natürlich auch, sich als Fördermitglied oder Aktiver dem Verein anzuschließen. Momentan kandidieren der Texter Andreas Hähle und der Liedermacher Günther Hornberger für den Vorstand. Gesucht wird noch ein Schriftführer, da ich selber mich künftig nur noch als Netzwerker einbringen werde.
Über mögliche Gründungstermine und über Beitritt zur facebook-Gruppe gebe ich auf Anfrage gern Auskunft.

Das nächste Vereinstreffen ist am 8. Februar um 18 Uhr 
in der "Trattoria Milano", Kaiserdamm 29, Berlin-Charlottenburg  (Link GoogleMap).
Weitere Termine am 9. März und am 4. April.


Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann





"Deutschlandreise", die dritte Etappe meiner 
Radiosendung auf "Ein Achtel Lorbeerblatt"


 

Berlin, 29. September 2015


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

es ist viel passiert: Traurige Nachrichten, Dinge, die pessimistisch stimmen. Aber warum sollte es mir und meiner Szene besser gehen als der Welt insgesamt?

Einer der aktivsten Unterstützer und Mitmischer der Berliner Kleinkunstszene zieht sich auf unbestimmte Zeit aus der Öffentlichkeit zurück: David Wonschewski, Gründer von "Ein Achtel Lorbeerblatt", gibt selbiges in neue Hände und tritt auch seinen Platz als Stammliterat bei uns Geschmacksverstärkern ab. Beides ist schade, aber ich gebe David durchaus recht: Hobbys wie ein Online-Magazin "muss man sich emotional und finanziell leisten können, leisten wollen."
Nun sucht das Lorbeerblatt einen neuen Chefredakteur (Rike Krüger ist dies übergangsweise), neue, aktive Mitarbeiter und ein neues, professionelleres Konzept. Für Letzteres denken wir an jemanden, der Online-Medien, Medienmanagement oder BWL mit Schwerpunkt Neue Medien studiert (hat), Interesse am deutschsprachigen Chanson hat und mit Esprit und gute Ideen eine Website übernehmen und auf Vordermann bringen möchte, die bereits eine durchaus rege Wahrnehmung genießt.
Danke David! Danke auch seiner rechten Hand Silke Aydin für unermüdliche Aktion hinter den Kulissen und beim Facebook-Posten!

Inwiefern ich selber kreativ vom Lorbeerblatt profitiere, davon zeugen meine beiden "Radio"sendungen (Podcasts) "Deutschlandreise" aus dem Sommerloch:
Hier geht's zur Etappe 1, hier zur Etappe 2.
Und mein jüngstes Lied "Poet und Zimmermann" kann man momentan exklusiv in diesem letzten Herbstgewitter-Podcast hören. Wäre bedauerlich, wenn dieses Forum wegbräche.


Beim Geschmacksverstärker blicken wir gelassen in die Zukunft: Gute Literaten, die auch gern auf der Bühne vorlesen, gibt es ja jede Menge. Am 14. Oktober tut dies Cornelia Salz (Augsburg), die ohnehin gerade zusammen mit der Liedermacherin Sarah Lesch (Tübingen) durch die Lande tingelt. Wir freuen uns.
Auch darüber, daß wir dann am 11. November die Berliner Schriftstellerin Sigrun Casper und den Angermünder Liedermacher Bastian Bandt zu Gast haben werden.

Übrigens bin ich Euch noch fotografische Eindrücke von der letzten Show schuldig:












"Deutschlandreise", die zweite Etappe meiner 
Radiosendung auf "Ein Achtel Lorbeerblatt"



Probe mit Lüül am 1. September:




"Maria, o-oh, ik liebe dir!" Im Trio mit Lüül und Andreas Albrecht (auch Produzent des aktuellen Lüül-Albums!) 
am 2. September im
Zebrano-Theater:




Sprang für David ein und begeisterte uns u.a. mit einem Auszug 
aus seinem Sonettenkranz
"Die Siedlung am Fluss": Jan Lindner.




Doch zurück zu den Dingen, die traurig stimmen:

In der Nacht zum 9. September verstarb mein Lehrer, Freund und Mentor Christof Stählin in Hechingen.

Kurz vor Weihnachten habe ich ihn noch besucht. Nichts wies auf seine schlimme Erkrankung hin. Nach einer schweren OP und einer Reha waren ihm immerhin noch zwei geistig rege Monate in Bremen, der August sogar in der vertrauten Umgebung seiner Hechinger Wohnung vergönnt. Er lebte nochmals richtig auf, und das Ende kam dann sehr schnell. Christof wurde 73 Jahre alt, hätte eigentlich 100 werden müssen, um all seine Pläne verwirklichen zu können.

Was er uns, seinen Schülern und Freunden, bedeutete, davon kündet eine (von mir koordinierte) Serie von Nachrufen auf
"Ein Achtel Lorbeerblatt" – unübersehbar auf der Startseite.
Jeder Nachruf nimmt Bezug auf ein Stählin-Lied, das man auch abspielen kann. Damit tragen wir auch dem Umstand Rechnung, daß man von Christof Stählin kaum Hörproben im Internet findet. Seine CDs sind über seine Söhne (E-Mail an christofstaehlin@web.de ) weiterhin lieferbar.
Meinen eigenen Nachruf auf Christof habe ich angesichts der Flut an Nachrufen, aber auch, weil ich mich nicht für ein Lied entscheiden konnte, zurückgehalten und möchte ihn nun hier mit einbinden:

Christof begegnete mir, nach einiger tastender E-Mail-Korrespondenz, erstmals im Februar 2005: 
In der Neuköllner Wohnung von Martin Betz saßen wir einander gegenüber, er mit seiner Vihuela, und spielten einander vor, denn keiner kannte des anderen Tonträger. Allein die beiderseitige Empfehlung von Kollegen hatte uns neugierig aufeinander gemacht.

Das erste Lied, das ich Christof singen hörte (und als sehr sperrig empfand), war "Die Schwalbe Ki-wit-wit-wit-wit". Ich sang ihm mein Lied von den Frauen auf dem Bahnsteig gegenüber, das er sich später bei passenden Gelegenheiten im Rahmen der Sago-Seminare häufiger von mir wünschte. Anscheinend verband uns die Frage "Wo gehöre ich eigentlich hin in dieser Welt?" und die Neigung, dies anhand sinnlicher Beobachtungen mitzuteilen.
Was uns darüber hinaus verband, war ein – seinerseits viel tiefer ausgeprägtes – Faible für alte Musik: Etwa die Lieder der englischen Renaissancekomponisten John Dowland und Thomas Campion. Die hatte ich mir zum Vorbild genommen für eigene Bearbeitungen deutscher Volkslieder. Auch davon gab ich Christof Kostproben, woraufhin er mir freudig offenbarte, daß er dieses Repertoire schon in den 60ern bei den Burg Waldeck-Festivals vorgetragen habe – im Duo mit dem Tenor Michael Wachsmann (dem späteren Theater-Dramaturgen und Shakespeare-Nachdichter).

Burg Waldeck, davon hatte ich schon mal gehört. Nun kannte ich einen Zeitzeugen. "Stellt die Gitarren in die Ecke und diskutiert lieber!", hatten die humorlos-akademischen Ideologen 1968 gefordert, blind für die Tatsache, daß ein Chansonfestival mit Künstlern aus zwei Dutzend Ländern durchaus schon von der Idee her politisch, kosmopolitisch, war.

Christof war immer politisch, bemüht um Gleichgewicht als Gratwanderer zwischen den politischen Lagern, war in den 80ern Tübinger Stadtrat einer ökologisch-konservativen Partei. 1972 (als Udo Jürgens sich singend für den Wahlkampf der CDU engagierte) unterstützte Christof Stählin die Wählerinitiative "Bürger für Brandt" mit einer Single-Schallplatte. Später karrte er die ganze Auflage zur Mülldeponie, weil er sich für die agitatorische Botschaft der Aufnahmen schämte.
Sein Debutalbum 1973 nannte Christof "Privatlieder", eine augenzwinkernd-provokative Abgrenzung zur politischen Linken und ihrer Lieblingssänger, etwa Franz Josef Degenhardt, zu dem er dennoch freundschaftlichen Kontakt pflege. Seine Liedern, die sich seit Mitte der 60er angesammelt hatten, waren indes keineswegs unpolitisch, sondern formulierten feingeistig-ironische Gesellschaftskritik, die noch heute bemerkenswert frisch klingt. (Man findet die Vinyl-LP hier und da antiquarisch bei ebay, amazon oder booklooker.de.)

Christof verstand sein Engagement als Poesie-Lehrer auch als Hilfe, den Nachwuchs davor zu bewahren, künstlerisch immer wieder in dieselben Fallen und Sackgassen zu rennen, wie es die Autodidakten der ersten Liedermacher-Generation taten. Für seine Schüler war das, auch wenn wir uns seiner Kritik bewusst aussetzten, oft schwer einzusehen, und manche unserer Werke verteidigten wir mit Klauen und Zähnen. 
Als wir Christof zu seinem 70. Geburtstag mit einer Tribute-Compilation überraschten, da war es uns natürlich eine Herzenssache, auch einige jener Lieder zu covern, die er längst als Jugendsünden abgebucht hatte. Da Christof sein Recht auf die endredaktionelle Auswahl wahrnahm, erschienen diese Lieder leider nicht auf der offiziellen CD.

Letztes Jahr, nach dem Besuch eines englischen Folk-/Rock-Festivals, schrieb ich Christof, daß wir beide unsere mehrfach diskutierte Meinung zur Herkunft des Politschlagers "Das weiche Wasser bricht den Stein" revidieren müssten: Die Melodie sei zwar durch ein Shanty inspiriert, aber nicht "Santiano", sondern "Whip Jamboree" habe offenbar Pate gestanden. Christof antwortete, wie mir schien, leicht pikiert, und so beschloss ich, es sei Zeit ihn – für einen sinnlichen Austausch – wieder einmal in Hechingen zu besuchen.
Wie gut, es rechtzeitig getan zu haben!

Im Februar, als wir kaum zu hoffen wagten, daß er aus dem künstlichen Koma erwachen würde, tröstete ich mich mit seinem Lied "Komm, küss mich" (aus seiner letzten CD "Aus freien Stücken", 2011), eines seiner gefälligsten Lieder, in dem es über den "Fiebermonat Februar" heißt:

"... Und kommt ein schwarzer Flügelgeist,
der mit der Sensenklinge gleißt
und mit dem Knochenfinger winkt
und den gebauschten Mantel schwingt,
dann heb ich bloß die flache Hand,
dann stockt in seiner Uhr der Sand.

Komm küss mich und vergiss mich
im schönen Februar!"

Christof beherrschte sie tatsächlich, diese Geste, die den Sand im Stundenglas – zeitweise – stocken ließ.
Was er letztlich besser beherrschte, war die Kunst, Alltagsbeobachtungen durch seine detailverliebten Beschreibungen so zu besetzen, daß man immer und überall auf Dinge und Situationen trifft, die einen an ein Wort oder Lied von ihm erinnern. Wer Christof Stählins Werk kennt, kann dem Spruch "Wie bei Loriot!" beizeiten variieren durch ein "Wie bei Christof Stählin!"

Ich singe und höre Deine Lieder und sage:
Danke, Christof!


Herzliche Grüße aus Berlin
allen Lebenden!

Holger Saarmann





















Christof Stählin im Sommer 2012

Foto: Hans-Georg Enzian (?)





















Christof Stählins Instrument, die Vihuela

Foto: Eckart von Hirschhausen


 

Berlin, 9. Juli 2015


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

über das ideale Reisewetter dürften die Meinungen auseinanderklaffen. Auch darüber, ob der Sommer sich überhaupt für Städtereisen eignet. Was als Liedermacher ein Ding der Unmöglichkeit ist, könnte mir aber als Redakteur und Moderator einer Musiksendung eventuell gelingen: Es allen recht zu machen!
Meine Deutschlandreise im Podcast-Format kann man nämlich bei jedem Klima genießen, bei Internet-Empfang und technischer Gerätschaft sogar im Ferienhaus und am Strand. Man muss sich nicht wie beim realen Sightseeing die Füße plattlatschen, riskiert keinen Sonnenstich, und es ist fast immer ein kühler Fluss in der Nähe: Die Ruhr, der Rhein oder die Mosel.

Bei der ersten selbstgestalteten "Radio"sendung meines Lebens habe ich mich von der Frage leiten lassen, ob es außer Berlin, Hamburg und Köln eigentlich noch andere deutsche Städte gibt, denen mal jemand ein Lied gewidmet hat – so wie das die amerikanischen Kollegen gern tun. 
Und siehe da: Dank der Tips zahlreicher Freunde wusste ich angesichts der Materialfülle kaum noch, wo das Unternehmen anfangen und wo es enden sollte! Für den Anfang entschied ich mich schließlich für meine Herkunftsheimat, das Ruhrgebiet. Ein Ende ist noch nicht in Sicht: Ich entschloss mich zu einer Reise in mindestens drei Etappen.
Die erste könnt Ihr seit dem 5. Juli hier, im Online-Magazin "Ein Achtel Lorbeerblatt" hören.

Und wer jetzt noch immer glaubt, als Verweigerer der öffentlich-rechtlichen Zwangsgebühren hätte ich etwas gegen Rundfunk schlechthin und gegen "Rundfunk" übers Internet im Besonderen, der sei hiermit eines Besseren belehrt: Mit dieser Art von Radiokultur bin ich aufgewachsen, und gäbe es sowas noch, ich zahlte gern meine fünf Euro monatlich dafür!
Aber nicht mehr.
Leider sieht das Berliner Verwaltungsgericht die Sache anders, aber auch hier denke ich in Etappen:
Die nächste Etappe ist das Berliner Oberverwaltungsgericht. Suche noch einen Anwalt, der meine Auffassung von Gerechtigkeit teilt.

Denkwürdige Live-Veranstaltungen liegen hinter mir: 
Ein grandioser Geschmacksverstärker jagte den nächsten. Zuletzt schrieb ich hier, daß ich es erst glauben könne, wenn ich die Fotos sehe. Nun denn: Hier sind immerhin mal zwei aus jeder Show. Ein Video folgt.

Unser Gast am 3. Juni war Matthias Binner:



"Deutschlandreise", die erste Etappe meiner 
Radiosendung auf "Ein Achtel Lorbeerblatt"



"Was machte Rosa Luxemburg zur streitbaren Person? Rubbeln und Reiben, Reiben und Rubbeln ..."
Binner stellt die Lieder aus seinem Debut-Album vor
und rockt wie der junge Eddie Cochran.



Erstmals beteiligt sich ein Gast an unserem obligatorischen Cover-Song: 
"Friday on my Mind"
von den Easybeats. Bei uns klingt er wie ein Kinks-Song.
Vielleicht haben ihn deshalb nur zwei Leute im Publikum erkannt?
Das Motto des Abends lautete übrigens: "Der Countdown läuft".


Sagen wir es so: Von Matthias Binner und seinen Ohrwürmern wird man noch hören.
Von unserem Gast am 1. Juli hatte man schon gehört: Das war Gerhard Schöne!
Extra aus Meißen kam er zu uns angereist (das 10-jährige Jubiläum des Zebrano-Theaters spielte da natürlich auch eine Rolle) und brachte uns das längste Motto mit, das wir je hatten:

"Die Vögel singen viel mehr, als ihnen – laut Darwin – erlaubt ist." 
Das gab mir endlich Gelegenheit, einen Vortrag über den Gesang der Vögel zu halten
– und zu analytischen Zwecken den Gesang einer Nachtigall "von Band" technisch zu verlangsamen. Eine geradezu zwingende Einführung des bekannten Minneliedes "Under der Linden" von Walter von der Vogelweide.
Es blieb aber nicht so ernst, wie die Bilder zeigen:




"... Denn Rasensprenger-Hüpfen macht einen Riesenspaß, besonders wenn man dick ist: Dann wird man viel mehr nass! ..."
Schönes Kinderlieder geben Andreas Albrecht und mir endlich Gelegenheit, Instrumente in die Show einzubauen, 
die bisher zuhause bleiben mussten.




"Don't stop me now" von Queen wurde schon teilweise erkannt, noch während David Wonschewski seine Nachdichtung rezitierte.
Dabei war das gar nicht so einfach, denn aus "Mister Fahrenheit" wurde "Herr Celsius" ... Wenn schon übersetzen, dann richtig!
Aber auch der Country-Stil unserer Darbietung erleichterte das Ratespiel nicht gerade.


Nun denn, schauen wir nach vorn:
Unsere nächsten Geschmacksverstärker-Gäste
sind Jan Lindner, Lüül und Sarah Lesch.

Aber zuvor gibt es noch ein geradezu kultig-ländliches Gemeinschafts-Event mit wunderbaren Kollegen:
Das Konzert der Sommerwerkstatt Lied im proVie-Theater Hohenbüssow (Vorpommern).
Außer mir wirken mit:
Johanna Moll, Torsten Phillip, Axel Stiller, Antje Braune, Melvin Haack, Bastian Wadenpohl, Bernard P. Bielmann, Merle Weißbach und Marcus Fahtz.
Es wird auch hier sehr viel Gemeinsames auf der Bühne geschehen. Hier zwei Bilder vom letzten Jahr, die dies belegen dürften:




Konzert der Sommerwerkstatt Lied im proVie-Theater Hohenbüssow 2014
mit Nadine Maria Schmidt, Jörn Hühnerbein, Julia Henke (2015 nicht dabei),
sowie Johanna Moll, Torsten Philipp, Axel Stiller und mir.
Die Fotos stammen vom Gastgeber & Veranstalter, dem Schauspieler Leo Kraus.




Weitere Details zu allen Veranstaltungen hier, im Konzertkalender.


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



Berlin, 22. Mai 2015


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

es ist absurd:

Mein Rechtsstreit mit der hiesigen öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalt, dem RBB, er hängt mir zum Halse heraus, ehe er wirklich begonnen hat.
Bis vor wenigen Jahren war mir das Fernsehen egal: Seit 1992 lebe ich ohne Fernseher, seit 2011 ohne Radio, habe mich also längst jedes Anlasses entledigt, über schlechtes Programm zu schimpfen. Dann wurde ich in der Diskussion, ob der öff.rechtl. Rundfunk überhaupt noch seinem Grundversorgungsauftrag erfülle, mit Namen konfrontiert, die mich nicht interessierten. Um kompetent mitschimpfen zu können, hätte ich mir Sendungen anschauen müssen, die ich seit 23 Jahre als Zeitvergeudung ablehne.
Und nun muss ich mich mit Paragraphendreschern streiten – oder aber mir von dem Geld, das ich dem ö.r. Rundfunk verweigere, einen Anwalt leisten, der sich statt meiner mit diesem Dreck beschäftigt.
Na gut, es geht nicht um "Peanuts": Sollte ich ein statistisches Durchschnittsalter erreichen, muss ich den Rundfunkanstalten – in Quartalsraten – insgesamt ca. 8000 Euro zahlen.
Für die meisten Menschen ist das vermutlich nicht viel: Für mich ist es das Nettoeinkommen eines für meine Verhältnisse ertragsreichen Jahres!
Die Existenz von Asozialen wie mir hat sich mittlerweile bis zum Berliner Verwaltungsgericht herumgesprochen: In einem Musterurteil bestätigen die dortigen Richter die Einschätzung ihrer Osnabrücker Amtskollegen, "dass typisierende Gleichbehandlung", also die pauschale Eintreibung von Zwangsabgaben ohne Rücksicht auf Einkommen, Wohnsituation und den Betrieb von Empfangsgeräten, "zu intensiven, unzumutbaren Beeinträchtigungen führt". (Diese Aussage wird dort allerdings in doppelter Verneinung formuliert.)

Ich halte meine Klage aufrecht, bestehe auf eine mündliche Verhandlung, beantrage aber, das Verfahren ruhen zu lassen, bis eine höhere Gerichtsinstanz über vergleichbare Klagen entschieden hat.
Soviel dazu.

Gehöre ich wirklich zu den unpolitischen Liedermachern?
Ich glaube, ich bin der einzige aus meiner Zunft, der zu diesem Thema Farbe bekennt, obwohl es unter meinen Kollegen viele TV-Verweigerer gibt. Als ich 2012 herumfragte, empörten sich die meisten über die geplante Zwangsabgabe. Und heute? Neulich sagte mir ein Kabarettist, das Thema sei für die Bühne zu wenig mehrheitsfähig. Und ich vermute, so mancher befürchtet, sich mit einer klaren Positionierung die Chance zu verbauen, vielleicht doch mal in eine TV-Show oder zu einem Radio-Interview eingeladen zu werden.
Ein Kollege warnte mich zudem, eine Konsequenz meiner Weigerung könne ein Eintrag bei der Schufa sein. Nun, ich glaube, wenn wir hier so weitermachen wie bisher, haben wir in spätestens zehn Jahren Zustände, in denen die Schufa nur noch eine historische Fußnote ist.

Doch nun zu einem erfreulicheren Thema:

Unsere nächsten Geschmacksverstärker-Gäste stehen fest (Detail: > Konzertkalender):
Am 3. Juni beehrt uns Matthias Binner
am 1. Juli Gerhard Schöne.

Ich gestehe, daß ich letzteres wohl erst so richtig glauben kann, wenn ich die Fotos der Show sehe!

A propos Fotos; dank Peter Frank, einer der guten Seelen (und nebenbei Licht- und Tonmann) im Zebrano-Theater, folgen hier welche von unserer Show mit Falk!
Andreas Albrecht war an jenem Abend leider krank, und der Abend krankte generell an den Folgen des Lokführerstreiks und der Konkurrenz durch eine Fußballübertragung.

Rat und Austausch zum Zahlungsboykott:

http://online-boykott.de

http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,14256.0.html

http://www.akademie.de/wissen/gez-rundfunkbeitrag-vorbehalt-anzeige
http://www.akademie.de/wissen/faq-vorbehalt-rundfunkbeitrag

http://www.natuerlich-klag-ich.de/

http://www.zahlungsstreik.net/

Für die Inhalte der verlinkten Seiten sind die jeweiligen Webmaster verantwortlich.
Rechtshilfe dürfen nur Juristen geben.

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Unsere nächsten Gäste im "Geschmacksverstärker":

Matthias Binner (3. Juni)

Gerhard Schöne (1. Juli)

 



Musizieren mit Falk: "... und alles nur, weil es mit deiner Schwester war!"

"Aber auf eins auf der Welt, da ist Verlass – und das ist: Mama!



Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



Berlin, 14. April 2015


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

gemeinsame Auftritte mit Alfred Goubran, Vivien Zeller, den Lautmalern, Thomas Felder, Bernhard Lassahn und Toni Kater, liegen hinter mir. 
Und die Geschmacksverstärker-Stammkollegen Andreas Albrecht und David Wonschewski dürfen nicht unerwähnt bleiben, denn ohne sie gäbe es unsere allmonatliche Reihe im Zebrano-Theater nicht.

Weil Wonschewski seine Teilnahme am 4. März kurzfristig absagen musste, regte Felder an, seinen alten Tübinger Freund Lassahn als literarischen Stellvertreter anzufragen, und siehe da: Der meist durch Prosa- und Drehbuch-Arbeiten (z.B. "Käptn Blaubär") verhinderte Liedermacher (vor allem für Tommie Bayer) hatte Zeit und Lust. Das gab nicht nur Anlass für ein kleines Bühnengespräch über die Tübinger Kleinkunstszene der 70er Jahre, Felder konnte auch seinen Coversong "Wanderlied (Ich gehe nur auf Wegen, die schon ausgetreten sind)" im Beisein seines Urhebers singen. Was an jenem denkwürdigen Abend aber nichts Einzigartiges war, denn auch Andreas und ich hatten Gelegenheit, unseren Coversong in Publikumsgegenwart seines Autors zu vorzutragen: "Unterwegs" von Manfred Maurenbrecher.
Ach, das Motto lautete übrigens "Von Wegen".



Bernhard Lassahn berichtet, wie er seiner kleinen Tochter das Urlaubsziel Bulgarien ausredet.



Thomas Felder (am Klavier) hält uns mit seinen Taktwechseln in Atem, "...bis jeder vom andern die Heiterkeit kennt".



Eigentlich sollte ja im Rahmen unseres "Kleine Straßen"-Doppelkonzerts am 13. März nachträglich das Elefanten-Orakel befragt werden, ob
Alfred Goubran in Sebastian Krämers "Club Genie & Wahnsinn" aufgenommen wird. Da aber keinerlei Club-Publikum zugegen war, welches sie hätte würdigen können, verzichteten wir auf die feierliche Zeremonie – und musizierten dafür umso mehr. Nicht nur Lieder aus seinem vortrefflichen Album "Die Glut" (2014), auch neue Werke.



Musizieren mit Alfred Goubran, dem Mann ohne Setliste:
"Dieser Winter geht vorbei: Das Eis der Flüsse bricht, die Sonne kehrt zurück
".


Die auffallende Häufigkeit von Bildern oben, die mich am Akkordeon zeigen, mögen übrigens nicht missverstanden werden: Ich beherrsche dieses Instrument nicht, habe bisher auch kein einziges meiner Lieder damit live begleitet. Aber ich nutze es gern, um den Liedern von Kollegen eine weitere Klangfarbe beizumischen. Fotogener als eine zweite Gitarre ist die Quetsche allemal. Hin und wieder bin ich allerdings auch froh, nur mit der Gitarre auf dem Rücken per Fahrrad ins Zebrano zu kommen. So wie zuletzt zum Geschmacksverstärker am 1. April mit Toni Kater: Bei ihren Liedern erwies sich die Gitarre einfach als die perfekte Ergänzung, auch wenn ich eigentlich geglaubt hatte, sie würde sich am Keyboard-Synthesizer begleiten. Die gemeinsame Probe zeigte dann aber, daß ein rein akustisches Set in diesem kleinen Rahmen am authentischsten wirken würde. Auch so hatte ich das Gefühl, mich im musikalischen Sound meiner Jugend wiederzufinden: Vielleicht sollte ich mir selber mal ein paar Lieder im Wave-Stil komponieren.

Daß Toni Kater vor zehn Jahren für kurze Zeit als Popsängerin erfolgreich war, das erfuhr ich wahrhaftig erst nach der Show. Mittlerweile habe ich ihre beiden vom Duo 2raumwohnung produzierten CDs gehört und empfehle jedem Interessierten, sie lieber von ihrem aktuellen Album "Eigentum" (2014) her zu entdecken.



Rocken mit Toni Kater: "Heuschrecken fallen über das Land" ... oder war es "New York ist tot"?

Außerdem dichtet und rezitiert sie Fabeln:


Der Abend mit Toni Kater (nebst seiner Begleitumstände) inspirierte mich zu drei neuen Liedern, zwei davon passend zu "Eigentum", dem Motto der Show. Sie heißen "Nur für dich", "Mein" und (erst seit wenigen Tagen präsentabel) "Poet & Zimmermann"
Die Texte werde ich hier erst veröffentlichen, wenn ich sie einige Male gesungen habe, denn erfahrungsgemäß schleife ich in den ersten Wochen immer noch an Details.

Allerdings habe ich in meine Soundcloud eine Demo-Version meines Lieds "Kartelle" (Dez. 2014) hochgeladen, sowie aktuelle Solo-Fassungen von "Kleine Straßen" und "Vergessen (werden)". Sollte ich wieder mal eine CD veröffentlichen, werde ich all diese Lieder mit kleiner Bandbesetzung neu einspielen. Ich hoffe, die Uploads machen die Wartezeit erträglicher. Sollte sie jemand covern wollen: Nur zu!


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann







Hier hatte ich mal drei hübsche, dezente Soundcloud-Player eingebettet.
Irgendwann änderte "Soundcloud" seine Designs, 
und die neuen sehen so doof aus (siehe Shop),
daß ich sie den Lesern meiner News hier nicht zumuten mag.

Alle Hörproben sind aber weiterhin auf meinem Soundcloud-Profil zu finden.


Berlin, 26. Februar 2015 (Update 3. März)


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

auf meinem Plattenteller drehen sich zur Zeit die ersten Scheiben von Thomas Felder, lupenreine Independent-LPs.
Wahnsinn: Diese Liedermacher-Legende aus schwäbischen Gefilden, wird unsere monatliche Geschmacksverstärker-Show am 4. März als Gast beehren!

Wie bei uns "Liederaten" üblich, gibt es viel exklusives Zusammenspiel mit Andreas Albrecht und mir. 
Und David Wonschewski wird einmal mehr den Coversong auswählen – passend zum Motto des Abends: "Von Wegen".
Dies ist übrigens unser aktueller Flyer:



Und schon am 13. März gibt es eine weitere seltene Bühnenpaarung:
Mein Wiener Kollege Alfred Goubran, bei sich daheim auch als Romancier bekannt (und als solcher tags darauf auch auf der Leipziger Buchmesse zu erleben), teilt mit mir einen ganzen Konzertabend. Titel: 
"Kleine Straßen – Hinterwelten-Begegnungen". 
Auch hier werden uns gemeinsame Lieder zum Einsatz diverser mit mir eher selten anzutreffender Instrumente inspirieren!

Nachtrag (3.3.2015): Dieses Plakat entstand spontan nach unserer Probe am 28. Februar:



Wer einen Vorgeschmack wünscht: Kommt am 1. März in Sebastian Krämers "Club Genie & Wahnsinn";
Alfred Goubran ist der Antragsteller!

Nachtrag (3.3.2015): Der Abend erbrachte Goubran zwar aus technischen Gründen – das Elefanten-Orakel versagte! – vorerst keine Aufnahme in den "Club Genie & Wahnsinn", bot aber Anlass zu unserem ersten gemeinsamen Auftritt.

Das alles geschieht im wohl-etablierten Friedrichshainer Zebrano-Theater am Ostkreuz.

Damit es nun aber nicht heißt, es sei wohl in Berlin sonst nirgends was los:

Im Wilmersdorfer Café Budzinske unterstütze ich am 5. März gemeinsam mit Cosima Hoffmann als Gastmusiker an Akkordeon und Drehleier das Folk- und Liedermacher-Trio Die Lautmaler. Das ist nicht nur praktisch, da ich als Organisator und Betreuer der Konzertreihe "Liederbar Budzinske" (s.u.) ohnehin vor Ort bin, sondern auch eine Herzenssache: So schön und märchenhaft arrangierte Lieder wie auf dem aktuellen Lautmaler-Album "Hinter den Fassaden" findet man nämlich selten!

Alle Konzerte in der "Liederbar Budzinske" 2015 

(immer am 1. Donnerstag im Monat):

5.3. – Die Lautmaler
2.4. – Jörn Hühnerbein <> Ralph Schüller
7.5. – Tobias Dellit <> Johannes Kubin
4.6. – Schnaps im Silbersee
2.7. – Bernard P. Bielmann <> Florian Krämer
3.9. – Matthias Arndt <> Claudia Woloszyn
1.10. – Hand in Hand
5.11. – Joscha Zmarzlik <> Masha Potempa
3.12. – Lutz Keller <> Klaus Sedl


Änderungen sind möglich!
Reihe wurde eingestellt! (13. Juli 2015)

Schon gewesen:
15.1. – Hornberger <> Merle
5.2. – Felix Janosa <> Holger Saarmann

Es gibt zu dieser Reihe übrigens einen Ganzjahres-Flyer, den man sich bei Liederbar-Besuchen stempeln lassen kann: 
Bei jedem vierten Stempel gibt es ein Freigetränk – oder eine CD aus Marco Budzinskes Liederbox.



Und dann ist es – zum zehnjährigen Jubiläum – mal wieder Zeit für 
"Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen"
jener Bühnencollage aus Folk, Literatur und Kabarett, die – über die historische Hintertreppe – ganz neue Blicke ins heutige Großreich von Obama und NSA erlaubt. Americana mal ganz anders. Wie immer mit der Berliner Folkgeigerin Vivien Zeller:
Am 20. März im Café Budzinske – bei freiem Eintritt für alle, die am Spendenhut nicht geizen.


Übrigens, Kollegen, bitte aufgemerkt: 
Unmittelbar davor, um 16.30 Uhr, findet – im selbigen Café Budzinske – ein (Vor-)Treffen zur Gründung eines Vereins zur Förderung des deutschsprachigen Liedes statt. Liedermacher und sonstige Menschen, die das interessiert, sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und den Gründungsprozess mit Ideen und Engagement zu bereichern. Fragen vorab beantworte ich gern.

Achtung, alle oben beworbenen Konzerte beginnen vor 20 Uhr. Bitte unbedingt hier in meinen Online-Kalender schauen!

So, und hier noch ein paar Impressionen von den Konzerten Anfang Februar:

































Alfred Goubran, mein Konzertpartner am 13. März




























































































Auf CD: Die musikalische Essenz aus unserem
Bühnen-Dauerbrenner "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen"



"Wer auch immer, wo auch immer ..." – Andreas und ich begleiten Danny Dziuk bei einem neuen Lied. 
Meine Gitarre fungiert (wenn auch nicht sichtbar) als Bass und bemüht sich um ein J.J.Cale-Feeling
.




Und nun, lieber Danny, erklär doch dem Publikum mal dein Motto des heutigen Abends:
"Seen links, Schlösser rechts"
!
David Wonschewski (links) tut so, als habe er es schon begriffen.




"Shiny Happy People" – Zwei Cover-Songs, passend zum Motto, 
gehören zum Pflichtprogramm einer jeden Geschmacksverstärker-Show.


Dieses Konzert musste wegen zu geringer Besucherzahlen hinter verschlossenen Türen stattfinden:
Felix Janosa begleitet mich bei meinem "Begleiter".






Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



Berlin, 16. Januar 2015


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

nun aber Schluss mit dem dreimonatigen News-Gebummel:
Es ist doch eine ganze Menge seit dem letzten Eintrag geschehen, was hier einer zeitnahen Würdigung bedurft hätte und hier nun nachgeholt sei.

Zunächst aber nach vorn geschaut:
Ich freue mich auf eine Handvoll gemeinsamer Auftritte & geteilte Konzerte

mit Vivien Zeller: "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" am 24. Januar im Kontor, Schwerin,

mit Danny Dziuk im Rahmen unserer monatlichen Show "Geschmacksverstärker" am 4. Februar im Zebrano-Theater, Berlin-Friedrichshain,

mit dem Liederkabarettisten Felix Janosa am 5. Februar im Café Budzinske, Berlin-Wilmersdorf,

und mit dem Wiener Dichter und Liedermacher Alfred Goubran am 13. März im Zebrano-Theater, Berlin-Friedrichshain.

Das Felix Janosa-Konzert ist Teil einer Reihe, die sich "Liederbar Budzinske" nennt und vom Online-Magazin "Ein Achtel Lorbeerblatt" präsentiert wird. Die Organisation der Konzertreihe habe ich vor einigen Wochen vom Chefredakteur David Wonschewski übernommen. Vom Konzept her teilen sich grundsätzlich zwei Liedermacher einen Abend (Ausnahme bei Ensembles). Das Café Budzinske dürfte in Wilmersdorf eines der gemütlichsten Kleinstkunst-Stetten überhaupt sein: Hier habt ihr Gelegenheit, ganz große Kollegen aus allernächster Nähe zu erleben. Meine Güte: Lasst euch nicht den Komponisten der "Ritter Rost"-Kindermusicals entgehen, die Stimme des Hausdrachen Koks einmal ganz unverstellt!
Und dies ist sein einziges Berlin-Konzert!

Alle Konzerte in der "Liederbar Budzinske" 2015:

15.1. – Hornberger <> Merle
5.2. – Felix Janosa <> Holger Saarmann
5.3. – Die Lautmaler
2.4. – Jörn Hühnerbein <> Ralph Schüller
7.5. – Tobias Dellit <> Johannes Kubin
4.6. – Schnaps im Silbersee
2.7. – Bernard P. Bielmann <> Florian Krämer
3.9. – Matthias Arndt <> Claudia Woloszyn
1.10. – Hand in Hand
5.11. – Joscha Zmarzlik <> Masha Potempa
3.12. – Lutz Keller <> Klaus Sedl


Änderungen sind möglich!
Reihe wurde eingestellt! (13. Juli 2015)

Es gibt zu dieser Reihe übrigens einen Ganzjahres-Flyer, den man sich bei Liederbar-Besuchen stempeln lassen kann: 
Bei jedem vierten Stempel gibt es ein Freigetränk – oder eine CD aus Marco Budzinskes Liederbox.



Und dann die Kollegen im Zebrano:

Der Berliner Musiker Danny Dziuk, das ist der Mann, der in den 80ern für Klaus Lage Lieder und Band-Arrangements schrieb, selbiges in den 90ern u.a. für Ulla Meinecke und (als festes Bandmitglied) für Stoppok tat, der in jüngerer Vergangenheit für Bernie Conrads und Annett Louisan arbeitete und Axel Prahls "Inselorchester" leitete, zwischendurch immer auch mal wieder eine Tatort-Musik komponiert – der aber, wie ich finde, dann am besten ist, wenn er selber seine Lieder singt! Von Album zu Album (seit 1987) ist seine Musik, sein Sound besser, schöner und reifer geworden. Gar nicht auszudenken, was er auf Tonträger gerade Neues ausheckt!



Alfred Goubran

Na, und dann der Wiener Schriftsteller Alfred Goubran (eigentlich aus Graz), der seit 1987 Lyrik, Erzählungen, Essais und Romane veröffentlicht – als Verleger zudem noch die Werke anderer Autoren. Sein aktuellstes Werk ist der Roman "Durch die Zeit in meinem Zimmer" (2014). Seit 2010 tritt er unter dem Projektnamen [goubran] auch als Liedermacher auf und veröffentlichte ebenfalls 2014 sein erstes Album – in unserem Online-Magazin "Ein Achtel Lorbeerblatt" war es die CD des Monats Mai 2014! Hier gibt es Hörproben.


Details und Links zu all meinen eigenen Auftritten wie immer hier, im Konzertkalender.





Auf CD: Die musikalische Essenz aus unserem
Bühnen-Dauerbrenner "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen"





Felix Janosa – 
Zu Gast am 5. Februar in unserer "Liederbar Budzinske" –
 im Doppelkonzert mit mir.






Und nun ein wenig Rückschau auf die Ereignisse der letzten Monaten:

Da war im November der Geschmacksverstärker #2 mit Dota Kehr (die leider krank von einer Tour zurückgekehrt war und uns in der Pause verlassen musste).



Hier erfülle ich Dota einen Musikwunsch, ein Lied aus gemeinsamen Zeiten bei Christof Stählins Akademie für Poesie, "Sago", meinen "Butzemann"

Der Schlusspunkt von Dotas Gastauftritt: "Immer nur Konfetti" mit Andreas, David (leider nicht im Bild) und mir:




Im Dezember – zu Geschmacksverstärker #3 – beehrte uns das Duo Pigor & Eichhorn.



"Einer bohrt immer: In diesem Land / bohrt immer einer ein Loch in die Wand ..."

Das Motto der Veranstaltung, "Der Handwerker und seine natürlichen Feinde",
gibt mir Anlass, mich in einer lyrischen Polemik "den Kartellen" zu widmen:





Auch eine Cover-Version haben unsere Gäste dabei, eine dankbare Nummer zum Mitmachen – vor und auf der Bühne – 
und um mal mit
Benedikt Eichhorn das Instrument zu tauschen:
Pete Seegers "If I had a Hammer"
– in drei Sprachen!



Und jüngst, im Januar, empfingen wir – zu Geschmacksverstärker #4 – unseren bisher am weitesten gereisten Gast:
Den Münchner Klavierkabarettisten Peter Fischer.

Diesmal hat Peter Frank nicht nur fotografiert, sondern auch gefilmt!






Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



Berlin, 16. Oktober 2014


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

was für eine schöne Auftakt-Veranstaltung für unsere neue Reihe "Geschmacksverstärker" im Zebrano-Theater!

Manfred Maurenbrecher teilte unter anderem mit uns sein Lied "Ende der Nacht", übrigens geschrieben vor gut zehn Jahren gemeinsam mit Andreas Albrecht. Der konterte Manfreds (unveröffentlichte) Coverversion und Nachdichtung von Dylans "Desolation Row" mit dem Rio Reiser-Song "Übers Meer" und gab mir damit erstmals Gelegenheit, auf der Bühne Akkordeon zu spielen. Auf dem großen Bild sieht man Andreas und mich eine Prosa-Rezitation von David Wonschewski improvisatorisch untermalen.




Alle Fotos: (c) Peter Frank, Zebrano-Theater Berlin

 


Danke, Manfred, für Dein Vertrauen in uns und unser Konzept. Es hat wirklich Freude gemacht!

Danke, Zebrano-Team für eure prima Unterstützung und die gute Zusammenarbeit!

Auch für die nächsten beiden Veranstaltungen konnten wir erlesene Gäste gewinnen:


Die "Kleingeldprinzessin"
Dota Kehr (solo) für den 5. November
und das Duo
Pigor & Eichhorn für den 3. Dezember.

Und wenn uns das Publikum nicht ignoriert, geht es im Januar weiter mit den tollsten Kollegen.


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann





>> Old News (2004-11)


                                           



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