Herbstlied   




Das Laub fällt von den Bäumen, 

das zarte Sommerlaub

Das Leben mit seinen Träumen 

zerfällt in Asche und Staub.

Die Vöglein traulich sangen – 

Wie schweigt der Wald jetzt still!

Die Liebe ist fortgegangen, 

kein Vogel mehr singen will.

Die Liebe kehret wohl wieder 

im künftigen lieben Jahr,

Und alles tönet dann wieder, 

was hier verklungen war.

Der Winter sei willkommen, 

sein Kleid ist rein und neu

Den Schmuck hat er genommen, 

den Keim bewahrt er treu.


(Trad. 18.Jh./ August Mahlmann 1805)



Autumn Song




The leaves fall from the trees, 

the tender summer leaves. 

Life and its dreams 

fall to ashes and dust.

The birds used to sing intimately, 

but now the woods are silent. 

Since my love has left, 

the birds refuse to sing.

Love will return 

in the coming, beloved year, 

and everything will sound again,

that has grown silent.

Let the winter be welcome, 

his dress is pure and white. 

He took away the decoration, 

but will truly preserve the seed.


(Trad. 18th century/ August Mahlmann 1805)

 


 >> CD "Hüt dich, schöns Blümelein!"





Zu dieser Melodie wird sonst meist der Text "Ich hab die Nacht geträumet" gesungen. Hier zur Abwechslung mal das etwas ältere Herbstgedicht des Freimaurerpoeten August Mahlmann. 
Zu welchem Text die Melodie ursprünglich erfunden wurde, bleibt noch zu erforschen.

Beide
Texte stehen bei Ernst Klusen: Deutsche Lieder (Frankfurt 1980).





The tune is mostly sung with the lyrics "Ich hab die Nacht geträumet". For my CD album "Hüt dich, schöns Blümelein!", I chose the little older autumn lyrics by the freemason poet August Mahlmann. I don't know yet, what lyrics were originally connected with that tune.

Both lyric versions are in Ernst Klusen: Deutsche Lieder (Frankfurt 1980).




Ich hab die Nacht geträumet




Ich hab die Nacht geträumet 

wohl einen schweren Traum:

Es wuchs in meinem Garten

ein Rosmarienbaum.

Ein Kirchhof war der Garten, 

das Blumenbeet ein Grab

Und von dem grünen Baume 

fiel Krone und Blüte ab.

Die Blätter tät ich sammeln 

in einem goldnen Krug

Der fiel mir aus den Händen, 

daß er in Stücke schlug.

Draus sah ich Perlen rinnen

und Tröpflein rosenrot ...

Was mag der Traum bedeuten? 

Ach Liebster, bist du tot?


(Trad. 18th century)


 

This night I dreamt 




This night, I dreamt

a heavy dream:

In my garden grew

a Rosemary tree.


A churchyard was the garden,

the flowerbed was a grave

and from the green tree

fell the crown and the blossom.


I collected the leaves

in a golden jar.

It slipped out of my hands

and crashed to pieces.

I saw pearls trickle out

and drops, as red as roses ...

What can this dream mean?

Oh dearest, are you dead?


(Trad. 18th century)


 



                                           




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