12 Uhr  (High Noon)



Ach Liebling, bleib an meiner Seite 

am Tage unsrer Hochzeit!

Ach Liebling, bleib an meiner Seite! 

Bleib! Steh mir bei!

Ich lass von Schurken mich nicht jagen!

Heut' muss ich mutig sein und stark.

Und wird man morgen mich begraben,

so soll kein Feigling, 

kein mieser Feigling,

so soll kein Feigling in meinen Sarg!

Hin und her reißen mich Pflicht und Flitter

Dich zu verlieren, das wäre bitter

Stück für Stück rückt der Zeiger vor –

Bald ist zwölf Uhr!

Als er im Knast saß, hat er geschworen,

wenn er je frei käm, sei ich verloren!

Tod und Vergeltung schrecken mich nicht –

Angst macht mir nur, wenn du fortgehst!

Ach Liebling, bleib an meiner Seite,

ich hab' dein Ja-Wort noch im Ohr!

Ach Liebling, bleib an meiner Seite

Bin ich dir wichtig, 

lass nicht im Stich mich!

Mein letzter Showdown steht mir bevor!

Halt dein Wort: Geh nicht fort! 

Bleib am Ort! Geh nicht fort!


(Dimitri Tiomkin/ Ned Washington/ dt. Text: Holger Saarmann)





Das Lied aus dem besten Western aller Zeiten, als Fingerübung von mir eingedeutscht. Der ursprüngliche deutsche Text (gesungen vom Holland-Cowboy Bruce Low) war einfach zu schlecht ... 

Wenngleich nicht so schlecht, wie der Verlag, der die Rechte an High Noon in Deutschland vertritt: 

Auf meine freundlich-verbindliche Anfrage, diesen Text für eine Veröffentlichung auf meiner CD "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" zu lizenzieren, erhielt ich nicht mal eine Antwort. So blieb die Aufnahme unveröffentlicht, und ich tröstete mich, indem ich die Karl-May-Komposition Vergiss mich nicht im Stil von High Noon arrangierte was genauso viel Spaß machte.

Wer 12 Uhr hören will, muss sich folglich eine Aufführung von "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" ansehen.

Den Originaltext gebe ich hier aus verlagsrechtlichen Gründen lieber nicht wieder.









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